Streiks an Flughäfen

Deutschland bleibt am Boden

27.03.2014
, 07:42
Verdi macht im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes Druck. Warnstreiks an Flughäfen behindern den Luftverkehr. Vor allem in Frankfurt und München sind die Auswirkungen massiv.
ANZEIGE

Warnstreiks an sieben deutschen Flughäfen behindern die Flugverkehr an diesem Donnerstag stark. Am größten deutschen Luftdrehkreuz in Frankfurt wurde wegen des
Ausstands im öffentlichen Dienst zunächst die Hälfte aller geplanten Flüge gestrichen. Seit Beginn des Flugbetriebs um 5 Uhr seien knapp 550 Starts und Landungen annulliert worden, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport.

Die meisten Ausfälle beträfen die Lufthansa. Deutschlands größte Airline hat für Donnerstag bundesweit rund ein Drittel ihrer 1800 Flüge gestrichen.

Laut Verdi-Gewerkschaftssekretär Uwe Schramm beteiligten sich in Frankfurt am Morgen mehr als 90 Prozent der betroffenen Mitarbeiter an dem Streik. „Es läuft besser als erwartet.“

Rückenwind erhielten die Beschäftigten vom Abschluss eines neuen Tarifvertrags für die privaten Sicherheitsleute an Flughäfen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland am Mittwochabend. Auch wegen des Nachholbedarfs gegenüber anderen Tarifgebieten hat Verdi dort Lohnerhöhungen von bis zu 27 Prozent durchgesetzt. Die Sicherheitsleute hatten vor gut einem Monat mit einem Warnstreik die Passagierabfertigung in Frankfurt lahmgelegt.

ANZEIGE

Flugausfälle gab es am Donnerstag auch an anderen Flughäfen. Die Gewerkschaft Verdi hatte im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes zu mehrstündigen Warnstreiks der Airport-Mitarbeiter in München, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn und Stuttgart aufgerufen. Eine von Verdi nicht bezifferte Zahl von Mitarbeitern der Flughafenbetreiber arbeitet noch nach den Tarifbedingungen des öffentlichen Dienstes.

Die Auswirkungen sind je nach Flughafen aber sehr verschieden: In München legten die Ausstände den Betrieb am Morgen weitgehend lahm. Allein die Lufthansa strich rund 140 Flüge. In Hamburg wurden zunächst jeweils 16 Anflüge und Abflüge zwischen Frankfurt und Hamburg sowie München und Hamburg annulliert, wie das Internetportal des Flughafens informierte. Am Airport Köln/Bonn strichen Airlines nach Angaben eines Flughafensprechers vorsorglich 13 der insgesamt 80 bis zum frühen Nachmittag geplanten Starts und Landungen.

Auch in Düsseldorf und Hannover fielen Flüge aus, aber weniger. Am Flughafen Düsseldorf wurden nach Angaben einer Sprecherin von Seiten der Fluglinien 18 der insgesamt 570 am gesamten Tag geplanten Starts und Landungen gestrichen. Vereinzelte Arbeitsniederlegungen am Flughafen hätten keine Auswirkungen auf den Betrieb. In Stuttgart hatte der Warnstreik zunächst keine spürbaren Beeinträchtigungen für die Passagiere zur Folge. Die meisten Maschinen starteten nach Angaben des Flughafens bis 6.30 Uhr planmäßig. Die Lufthansa hatte allerdings Verbindungen nach Frankfurt annulliert.

ANZEIGE

Auf den Flughäfen in Berlin gab es zwar keine Arbeitsniederlegungen. Doch wegen der Warnstreiks an anderen Flughäfen wurden nach Angaben eines Flughafensprechers bis zum Nachmittag 33 Flüge von und nach Berlin-Tegel gestrichen.

Quelle: FAZ.NET, DPA
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Kapitalanalge
Pflegeimmobilien als Kapitalanlage der Zukunft
Sprachkurse
Lernen Sie Englisch
Immobilienbewertung
Verkaufen Sie zum Höchstpreis
Zertifikate
Ihre Weiterbildung im Projektmanagement
SUV
Premium-SUVs zum Gebrauchtwagenpreis
Baufinanzierung
Erhalten Sie Ihren Bauzins in 3 Minuten
ANZEIGE