FAZ plus ArtikelVonovia und Deutsche Wohnen

Plötzlich Freunde

Von Jonas Jansen und Julia Löhr
25.05.2021
, 21:37
Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch (links) und Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen, am Ende einer Pressekonferenz im Roten Rathaus
Vonovia-Chef Rolf Buch hat schon einmal versucht, den Konkurrenten Deutsche Wohnen zu übernehmen. Dessen Chef Michael Zahn hielt das damals für „wertvernichtend“. Heute sieht er das anders.

Nicht jede Rivalität muss für immer bestehen, manche erbitterte Gegner entwickeln sich gar zu Geschäftsfreunden, wenn die Umstände stimmen. Rolf Buch, der Vorstandsvorsitzende des Bochumer Wohnungsbauunternehmens Vonovia, und Michael Zahn, Chef des Berliner Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen, haben über die Pfingsttage hart gerungen, doch zur Vorstellung der Fusionspläne gaben sie sich ganz zahm. „Das kann der Michael besser beantworten“, sagte Buch in der telefonischen Pressekonferenz am Dienstag, Rücksichtnahme und Vortritt lassen war angesagt.

2015 klang das noch ganz anders, als Vonovia in einer feindlichen Übernahme für 14 Milliarden Euro den Konkurrenten schlucken wollte. Den Kaufpreis fand Zahn damals zu niedrig, das Angebot sei „wertvernichtend“ und das Synergiepotential von 80 Millionen Euro „unmöglich“. Die Aktionäre folgten der Lesart und dienten Vonovia weniger als ein Drittel ihrer Anteile an. Das abermalige Angebot von Vonovia, mehr als 18 Milliarden Euro für die Aktien von Deutsche Wohnen zu bezahlen, finden Vorstand und Aufsichtsrat des Berliner Wohnungskonzerns nun aber gut. Sie empfehlen ihren Anteilseignern ausdrücklich die Transaktion.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Jansen Jonas
Jonas Jansen
Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
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Julia Löhr
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
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