FAZ plus ArtikelWebasto

Webasto verhebt sich gehörig

Von Henning Peitsmeier
17.05.2022
, 20:12
Klassiker mit Komplikationen: Den Ford Bronco können die Kunden mit sechs verschiedenen Dächern bestellen.
Der Ford Bronco ist für den Autozulieferer ein Prestigeprojekt. Nach zahlreichen Pannen sorgt der Kult-Geländewagen für Verluste.
ANZEIGE

Kaum hatte Ford erste Bilder seines neuen Bronco veröffentlicht, gab es Vorbestellungen zuhauf. Offenkundig hatte der Konzern mit der Neuauflage des Offroad-Klassikers einen Nerv bei den Kunden getroffen. Doch nach dem öffentlichen Wirbel um den Bronco, der es rasch auf 200 000 Reservierungen brachte, begannen die Qualitätsprobleme. Weil es durch das Coronavirus Schwierigkeiten bei Zulieferern gebe, komme der Geländewagen erst im Sommer statt im Frühjahr 2021 zu den Händlern, musste Ford mitteilen. Das Hardtop sei eine „Achillesferse“, hieß es.

Verantwortlich dafür ist der bayerische Zulieferer Webasto. Am Dienstag musste Vorstandschef Holger Engelmann in der Bilanzpressekonferenz „herausfordernde operative Themen“ einräumen, und zwar ausgerechnet bei dem so wichtigen ­Prestigeprojekt in Amerika. Die Pannen beim Produktionsanlauf des Ford Bronco sorgten sogar dafür, dass Webasto einen Jahresverlust vor Zinsen und Steuern von 146 Millionen Euro auswies. „Ohne den Bronco wäre das Ergebnis positiv“, sagte Engelmann.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z
Autorenporträt / Peitsmeier, Henning
Henning Peitsmeier
Wirtschaftskorrespondent in München.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Kapitalanalge
Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
Sprachkurse
Lernen Sie Englisch
Immobilienbewertung
Verkaufen Sie zum Höchstpreis
Zertifikate
Ihre Weiterbildung im Projektmanagement
ANZEIGE