FAZ plus ArtikelKonzept der Wärmewende

Drei Milliarden Menschen fehlen umweltfreundliche Klimageräte

Von Carsten Germis
25.07.2019
, 19:57
In Deutschland wird bei der Diskussion um die CO2-Reduzierung zu viel auf den Verkehr und zu wenig auf Heizungen und Klimaanlagen geschaut, sagt Jürgen Fischer. Sein Konzern Danfoss will an den effizienteren Geräten natürlich auch verdienen.

In Deutschland verengt sich die Diskussion über Klimaschutz oft auf das Auto und den Straßenverkehr. Dabei sind Klimaanlagen und Heizungen mit ihren CO2-Emissionen nicht minder bedeutend. Jürgen Fischer, Präsident von Danfoss Cooling, sagt es ganz deutlich: „Der Bedarf nach Kühlungstechnik wächst weltweit.“

In gemäßigten Klimazonen sei dagegen die Gebäudewärme der größte Energieverbraucher und gleich nach Verkehr der größte CO2-Emittent. „Der Gebäudesektor spielt daher für die Erreichung der Klimaziele eine zentrale Rolle“, sagt Fischer mit Blick auf Deutschland. Weltweit sei der Blick auf Kühlsysteme noch wichtiger, denn mit weniger umweltschädlichen Kältemitteln und energieeffizienteren Geräten ließen sich die CO2-Emissionen bis 2050 um rund 180 Milliarden Tonnen verringern. Welche Dimensionen das hat, macht Fischer in einem Vergleich deutlich: „Würde ein Drittel der Autofahrer aufs Fahrrad umsteigen, würde dies gerade mal 2,3 Milliarden Tonnen CO2 sparen“, sagte er der F.A.Z.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Germis, Carsten (cag.)
Carsten Germis
Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot