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Wieso die USA auf den Einreisestopp beharren

Von Sven Astheimer, Timo Kotowski, Julia Löhr und Winand von Petersdorff
27.07.2021
, 21:45
Fernziel USA: In Tampa im Bundesstaat Florida werden vorerst keine europäischen Touristen landen – ein Problem auch für Geschäftsreisende.
Der Einreisestopp für Europäer bleibt weiterhin bestehen. Damit werden nicht nur touristische Reisen verhindert, auch die Wirtschaft leidet darunter. Vor allem die deutsche Industrie äußerte sich kritisch zu der Entscheidung.
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Die Hoffnungen waren nicht nur in deutschen Chefetagen groß gewesen, dass die amerikanische Regierung endlich den Einreisestopp für EU-Bürger aufheben würde. Schließlich hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch vor Kurzem während ihres Washington-Besuchs persönlich bei Präsident Joe Biden für Lockerungen geworben. Doch am Montagabend kam die Nachricht, dass aufgrund der Delta-Variante des Coronavirus vorerst keine Aufhebung zu erwarten ist. Mit Ausnahme von Irland gilt somit weiterhin das Einreiseverbot für EU-Bürger, welches noch Bidens Vorgänger Donald Trump im März 2020 verhängt hatte. Umgekehrt haben Mitgliedstaaten wie Deutschland die Einreise aus den USA auch zu touristischen Zwecken wieder erlaubt.

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In der deutschen Wirtschaft ist der Unmut über den Schritt Washingtons groß. „Mit den Einreisestopps schadet sich die US-Regierung selbst und anderen“, klagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, am Dienstag in Berlin. Die Folge seien Verzögerungen in der Produktion, Lieferung und Durchführung strategischer Projekte. Noch deutlicher fiel die Kritik vonseiten der Maschinenbauer aus. „Es ist absolut unverständlich, dass die USA die Reisefreiheit für europäische Geschäftsreisende aus Schengen-Ländern nicht wiederherstellen werden“, sagte Ulrich Ackermann vom Branchenverband VDMA. „Da die Impfraten in Europa mittlerweile mit denen in den USA vergleichbar sind, gibt es keine Rechtfertigung für den Ausschluss europäischer Geschäftsreisender.“

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