Will Mindestpreise zahlen

Rewe geht auf Landwirte zu

11.12.2020
, 12:34
Bauern im ganzen Land haben in den vergangenen Tagen immer wieder mit Protestaktionen auf sich aufmerksam gemacht. Der Handelsriese Rewe reagiert nun.

Der Handelskonzern Rewe mit den Supermarktketten Rewe und Penny will den Schweinebauern in Deutschland ab sofort Mindestpreise zahlen. Sie sollen „dem Marktniveau vor Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest“ entsprechen, teilte Rewe-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Moog am Freitag mit. Der Konzern wolle damit kurzfristig einen Beitrag leisten, die akute Krise der deutschen Schweinebauern zu beenden. Nach den Bauernprotesten der vergangenen Wochen geht Rewe damit einen Schritt auf die Landwirte zu.

Das Unternehmen, zu dem auch der Discounter Penny gehört, zähle darauf, dass das zusätzliche Geld von den Schlachtbetrieben und Herstellern an die Landwirte und Ferkelerzeuger weitergegeben werde, betonte der Manager. Rewe setze auf eine langfristige und nachhaltige Stärkung der heimischen Landwirtschaft. Dazu habe das Unternehmen bereits ein Positionspapier erarbeitet, über das man mit dem Deutschen Bauernverband und der Bewegung „Land schafft Verbindung“ im Gespräch sei. Bestandteile davon seien unter anderem der Ausbau von Regionalfleischprogrammen und Maßnahmen zur dauerhaften Stärkung der deutschen Milchwirtschaft.

Zuvor hatte bereits der Discounter Lidl als Reaktion auf die jüngsten Protest- und Blockadeaktionen von Landwirten die Preise für Schweineprodukte erhöht. Lidl hatte nach eigenen Angaben den Einkaufspreis für zehn Artikel aus dem Schweinefleischsortiment um ein Euro pro Kilogramm angehoben. Als Folge steige der Verkaufspreis im gleichen Umfang, teilte Lidl mit.

Quelle: dpa/AFP
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