FAZ plus ArtikelRapper Xatar im Interview

„Egal wie du es drehst und wendest, du ziehst illegal immer den Kürzeren“

Von Stefanie Diemand und Benjamin Fischer
16.05.2022
, 12:18
Standesgemäß: Xatar vor einem Bugatti . . .
Video
Xatar ist Gangsterrapper. Geld verdient er aber längst nicht nur mit seiner Kunst. Ein Gespräch darüber, wie viel Unternehmer im Musiker steckt – und was einen die Straße übers Business lehrt.
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Xatar lässt auf sich warten. Xatar, der bürgerlich Giware Hajabi heißt, zählt zu den erfolgreichsten Rappern in Deutschland. Er ist der Chef des Musikunternehmens Goldmann Entertainment – und er verkauft so einiges. Damit ist er nicht allein im Musikbusiness. Doch wie viel Unternehmer steckt wirklich im Gangster-Rapper? 45 Minuten später, Xatar, dunkler Jogginganzug aus Velours, schwarze Sonnenbrille, sitzt auf der Rückbank eines Autos und positioniert die Handykamera. In einem Beitrag im sozialen Netzwerk Instagram wird klar, dass es sich eigentlich um einen Mietwagen handelt. Eines der Unternehmen, mit denen Hajabi zusammenarbeitet.

Sorry, sagt er. Er sei noch auf einem Termin gewesen. Auf Star wollte er damit nicht machen. Und er lacht. Es klingt aufrichtig.

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Ein Milliardenmarkt

Es gab Zeiten, da machten Musiker hauptsächlich mit einem Geld: ihrer Kunst. Heute ist das längst nicht mehr die einzige – oder wichtigste – Möglichkeit für Musiker, Geld zu verdienen. Vor allem im Hip-Hop-Bereich zeigen einige ihre Geschäftstüchtigkeit: US-Künstler wie Jay-Z oder Dr. Dre – respektive Shawn Carter und Andre Young – sind damit längst steinreich geworden. Dr. Dre gründete gemeinsam mit Produzent und Labelchef Jimmy Iovine die Kopfhörermarke Beats. 2014 verkauften sie diese samt dem Streamingdienst Beats Music für drei Milliarden Dollar an den Technikkonzern Apple. Es ist die bis heute größte Übernahme des Unternehmens. Jay-Z startete schon 1999 mit der Modemarke Rocawear seine Unternehmerkarriere jenseits der Musik. Später kam die Champagnermarke Armand de Brignac hinzu (heute zu 50 Prozent in Besitz von Getränkeriese Moët Hennessy) oder das Entertainmentunternehmen Roc Nation. Den Musikstreamingdienst Tidal hat er vor rund einem Jahr an Block, den Finanzdienst von Twitter-Gründer Jack Dorsey, verkauft.

In Deutschland finden sich seit einiger Zeit gerade Lebensmittel und Getränke von Rappern in den Supermarktregalen von Aldi und Co. Wodka, Prosecco, Eistee, Pizza – die Liste lässt sich fortführen. „Hip-Hop-Fans sind zu großen Teilen genuss- und erlebnisorientierte Menschen mit einer engen Bindung zu ihren musikalischen Idolen“, sagt Philipp Zwez, verantwortlich für Markenkooperationen bei Universal Music. Die Produkte müssten auch „ohne Kenntnis des musikalischen Hintergrunds funktionieren“, also qualitativ überzeugen. Zwez berichtet von einer „wachsenden Nachfrage“ auf Künstler- wie auf Unternehmensseite. Im Fokus stünden dabei vor allem „Konsumgüter, die in hoher Frequenz und oft spontan gekauft werden“. Bestes Beispiel: Xatars G’lato-Eis. bfch./sdie.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Diemand, Stefanie
Stefanie Diemand
Redakteurin in der Wirtschaft.
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Autorenbild/ Benjamin Fischer
Benjamin Fischer
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