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Handelskonflikt

Amerika verschiebt einen Teil der Strafzölle gegen China

 - 16:14
Für Smartphones sollen erstmal keine neuen amerikanischen Zölle erhoben werden.

Washington rudert zurück: Die amerikanische Regierung verschiebt neue, gegen China gerichtete Strafzölle auf wichtige Produktgruppen, die Präsident Donald Trump unlängst angekündigt hat.

Trump hatte am 1. August über den Kurznachrichtendienst Twitter verlautbart, ab September Einfuhren aus China im Volumen von 300 Milliarden Dollar mit zusätzlichen 10 Prozent Zoll zu belegen. Nun teilte das Büro des wichtigen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer mit, dass bedeutende Waren davon ganz oder vorübergehend ausgenommen sein werden. So soll der zehnprozentige Zollsatz für Mobiltelefone, Laptops, Monitore, bestimmtes Spielzeug, Schuhe und Kleidungsstücke erst ab dem 15. Dezember gelten. Damit dürfte das Weihnachtsgeschäft in den Vereinigten Staaten wohl noch kaum von den Zöllen betroffen sein.

Zudem würden bestimmte für die Gesundheit oder die nationale Sicherheit wichtige Produkte permanent ausgeschlossen, hieß es weiter. Eine Aufstellung der ausgenommenen Produkte sollte in Kürze veröffentlicht werden. Zunächst blieb daher unklar, welcher Teil der Importe exakt von den Strafzöllen verschont bleiben würde.

Trump hatte die neuen Zölle angekündigt, nachdem zuvor Handelsgespräche mit China ohne klares Ergebnis zu Ende gegangen waren. Die bereits bestehenden Strafzölle von 25 Prozent auf Importe im Wert von rund 250 Milliarden Dollar bleiben davon unberührt. Mit der Einführung der neuen Strafzölle sollten fast alle Importe aus China erfasst werden.

Die Vereinigten Staaten und China wollten bislang im September abermals Gespräche über ein Handelsabkommen führen. Das chinesische Handelsministerium teilte nun auf seiner Internetseite mit, der chinesische Vizepremierminister Liu He habe an diesem Dienstag mit dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin telefoniert. Demnach wollen Peking und Washington schon in zwei Wochen telefonische Handelsgespräche führen.

An der Börse gab die Nachricht den Kursen Auftrieb. In New York verteuerten sich Apple-Aktien beispielsweise um mehr als vier Prozent. Der Dow-Jones-Index legte 1,5 Prozent zu, nachdem er nach mit einem Minus in den Handel gestartet war. Auch der deutsche Standardwerteindex Dax drehte ins Plus.

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Quelle: FAZ.NET/DPA/Reuters
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