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Batteriehersteller

Varta tauscht den Chef aus

29.09.2022
, 18:25
Herbert Schein, Ex-Vorstandsvorsitzender der Varta AG Bild: dpa
Varta-Chef Herbert Schein bekommt eine neue Aufgabe. Sein Nachfolger steht bereits fest. Zuvor hatte der Batteriehersteller eine Gewinnwarnung herausgegeben.

Wenige Tage nach einer Gewinnwarnung tauscht der schwäbische Batteriehersteller Varta seine Führung aus. Herbert Schein, der seit 2007 an der Spitze des Unternehmens steht, verlässt seinen Posten mit sofortiger Wirkung, wie Varta am Donnerstag in Ellwangen mitteilte. Er bleibe aber bis Ende des Jahres im Vorstand. Schein soll sich stattdessen künftig um den Auf- und Ausbau des Geschäfts mit großen Lithium-Ionen-Zellen kümmern, wie sie vor allem in Batterien von Elektroautos zum Einsatz kommen. Dieses soll in einer Varta-Tochter namens V4Drive SE gebündelt werden.

„Schein wird dieses Geschäft, das die Entwicklung und Fertigung von Zellen für eine große Bandbreite von attraktiven und wachstumsstarken Einsatzmöglichkeiten umfasst, in neuen Strukturen weltweit aufsetzen“, hieß es in der Mitteilung. Ob V4Drive auf Dauer Teil von Varta sein werde, ließ ein Sprecher offen.

Der 57-jährige Schein habe in fast drei Jahrzehnten bei Varta bewiesen, dass er neue Geschäfte erschließen und bis zur Marktführerschaft entwickeln könne, sagte Aufsichtsratschef Michael Tojner, der auch Chef von Varta-Großaktionär Montana Tech Components. Varta produziert Knopfzellen für Hörgeräte und Kopfhörer, Haushaltsbatterien, aber auch große Energiespeicher. Scheins Vertrag war erst vor zwei Jahren bis 2026 verlängert worden.

Markus Hackstein wird Nachfolger

Sein Nachfolger als Vorstandssprecher von Varta wird Markus Hackstein. Der 47-jährige Österreicher war erst in diesem Jahr zum Bereichsvorstand befördert worden. Von 2016 bis 2019 hatte er sich bei der schweizerischen Montana Tech um Spezialprojekte gekümmert.

Erst in der vergangenen Woche hatte Varta seine Gewinnprognose für das laufende Jahr wegen der stark gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe gekippt. Die Aktie ist seit Oktober 2021 um mehr als drei Viertel gefallen. Nach der Meldung über den Führungswechsel brach sie um weitere 8,4 Prozent auf 30 Euro ein.

Quelle: Reuters
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