<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Pflegeberufe

Von der Zeitarbeit lernen

EIN KOMMENTAR Von Britta Beeger
 - 08:37

Die Pflege alter Menschen ist harte Arbeit: körperlich wie psychisch belastend, mit vielen Nacht- und Wochenendschichten, aber zu einem vergleichsweise niedrigen Gehalt. Besonders schwierig wird es, wenn die Personaldecke in einer Einrichtung so dünn ist, dass ständig Überstunden und Doppelschichten anfallen.

Kein Wunder, dass viele Pflegekräfte einen Ausweg suchen. Überraschen dürfte aber, dass sie ihn häufig ausgerechnet in der Zeitarbeit finden, gilt diese doch gemeinhin als Sinnbild für prekäre Beschäftigung, für befristete Verträge und wenig Geld.

Doch die Zeitarbeitsunternehmen behandeln die Pflegekräfte relativ gut: Sie zahlen ihnen mehr, als sie anderswo bekommen, hören auf ihre Wünsche, was die Dienstpläne angeht, und ermöglichen ihnen, zu einer zusätzlichen Schicht einfach mal nein zu sagen – ganz ohne schlechtes Gewissen gegenüber den Kollegen.

Dass das zu Unmut unter den ohnehin unter großem Personalmangel leidenden Altenpflegeeinrichtungen führt, ist zwar verständlich. Doch die Schlussfolgerung, deshalb müsse die Zeitarbeit in der Pflege verboten werden, ist falsch.

Besser wäre, den Zeitarbeitsunternehmen zuzuhören, um zu verstehen, wie sie es schaffen, die dringend benötigten Fachkräfte zu finden und an sich zu binden. Im Kern ist die Antwort einfach: Sie haben verstanden, was den Pflegekräften wichtig ist.

Quelle: F.A.Z.
Britta Beeger
Redakteurin in der Wirtschaft.
Twitter
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenZeitarbeitPflege