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Es gibt nur einen richtigen Gewinn

Von Hermann Simon
Aktualisiert am 21.09.2020
 - 08:49
Hermann Simon beklagt zu wenig Gewinnorientierung in deutschen Unternehmen.
Gewinn ist die wichtigste Messgröße unternehmerischen Erfolgs. Er motiviert die Mitarbeiter, verhindert Ressourcenverschwendung und hilft dem Unternehmen durch Krisen. Das zeigt sich während der Corona-Pandemie sehr deutlich. Ein Gastbeitrag.

Kaum jemand dürfte bestreiten, dass Gewinn die wichtigste Messgröße für unternehmerischen Erfolg darstellt. Und durch Corona wird Gewinn noch bedeutender. Das gilt sowohl im Rückblick als auch in der Vorausschau. Diejenigen Unternehmen, die in der Vergangenheit profitabel waren und Rücklagen gebildet haben, werden die Krise besser bewältigen. Und diejenigen, die trotz und nach Corona Gewinne erzielen, werden in der Lage sein, die höheren Schulden zu tilgen.

Für mich gibt es nur eine relevante Gewinndefinition. Gewinn ist, was der Unternehmer (Eigentümer, Aktionär) behalten darf, wenn er alle vertraglich vereinbarten Ansprüche seiner Mitarbeiter, Zulieferer, Banken und sonstiger Gläubiger sowie des Staates erfüllt hat. Nur der Gewinn nach Steuern ist Gewinn. Alle anderen Kennzahlen wie Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern) oder Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sind kein Gewinn.

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Quelle: F.A.Z.
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