FAZ plus ArtikelKrisenbewältigung

Die Jünger des Verzichts und ihre falschen Träume

Von Winand von Petersdorff, Johannes Pennekamp
12.05.2021
, 06:14
Menschen glauben, mit Verhaltensänderungen den Unterschied machen zu können. Doch die Vergangenheit zeigt etwas anderes: Die großen Krisen unserer Zeit haben wir mit Innovationen bewältigt.

Wer wäre jetzt nicht gerne Neuseeländer? Auf Twitter kursieren aktuelle Bilder von einem Rockkonzert mit 50.000 Besuchern. Neuseeland hat die Pandemie unter Kontrolle gebracht mit einem rigorosen Lockdown im Frühjahr vorigen Jahres, einem regionalen Lockdown im Sommer und scharfen Regeln für die Einreise.

Eigentlich ist es puppeneinfach: Wenn Leute sich nicht treffen, können sie sich nicht anstecken. Wenn sie nicht reisen, können sie das Virus nicht ein- oder ausschleppen. Zwei bis drei Wochen Komplettisolation, und die Pandemie wäre beendet, bevor sie richtig angefangen hat. Warum aber klappt das nur in so wenigen Ländern so gut wie in Neuseeland. Die meisten hangeln sich von Lockdown zu Lockerung zu neuer Restriktion, weil die Verhaltensbeschränkungen offenbar nicht fruchten oder nicht reichen, um das Virus zu stoppen. Sind die Leute nicht zu zügeln?

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Quelle: F.A.Z.
Winand von Petersdorff-Campen - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitun
Winand von Petersdorff-Campen
Wirtschaftskorrespondent in Washington.
Autorenporträt / Pennekamp, Johannes
Johannes Pennekamp
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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