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Mehrbelastungen

Rentenkasse macht 2,2 Milliarden Euro Minus

Von Dietrich Creutzburg
 - 10:52
Mütterrente und Rente mit 63 führen zu steigenden Ausgaben.

Die Deutsche Rentenversicherung hat das vergangene Jahr mit einem Defizit von 2,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Sie nahm 280,5 Milliarden Euro aus Beiträgen und Steuerzuschüssen ein und gab insgesamt 282,7 Milliarden Euro aus. Das teilte die Deutsche Rentenversicherung Bund am Montag mit.

Allerdings verfügt die Sozialkasse nach wie vor über ein hohes Finanzpolster. Ihre sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage belief sich Ende 2016 auf 32,4 Milliarden Euro. Das entspricht dem 1,62-fachen dessen, was sie monatlich an Renten auszahlt.

„Diese Entwicklung ist nicht Ausdruck einer schlechten Lage der Rentenversicherung, sondern Folge des gesetzlich vorgegebenen und geplanten Abbaus der Rücklagen“, hob die Rentenversicherung hervor. Sie erinnerte damit an die 2014 von der großen Koalition durchgesetzte Ausweitung der Mütterrente, die zu Mehrausgaben von jährlich gut 6 Milliarden Euro führte, und an die abschlagsfreie Rente ab 63, die mit rund 3 Milliarden Euro zu Buche schlägt.

Tatsächlich stellt sich die Finanzlage der Rentenversicherung gemessen an diesen Mehrbelastungen weiterhin vergleichsweise günstig dar. Zwar werden weitere jährliche Defizite in den kommenden Jahren für ein Abschmelzen der Nachhaltigkeitsrücklage sorgen.

Die Sozialkasse geht aber davon aus, dass das bestehende Finanzpolster ausreichen wird, um zumindest bis zum Jahr 2021 ohne eine Erhöhung des Beitragssatzes auszukommen. Dieser beträgt derzeit 18,7 Prozent des Bruttolohns. Hintergrund der vergleichsweise günstigen Entwicklung ist die gute Beschäftigungslage, die für eine hohe Zahl an Beitragszahlern sorgt.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Creutzburg
Dietrich Creutzburg
Wirtschaftskorrespondent in Berlin.
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