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Finanzhäuser-Wettstreit

Endspiel um Deutschlands Banken

EIN KOMMENTAR Von Markus Frühauf
Aktualisiert am 15.05.2019
 - 11:26
Die deutschen Großbanken sind selbst gegenüber den Wettbewerbern aus den Euro-Nachbarländern nicht mehr wettbewerbsfähig. Ein Problem sind die Personalkosten.

Die Sorgen um die beiden deutschen Großbanken nehmen nach dem ergebnislosen Abbruch der Fusionsgespräche zu. Der Aktienkurs der Deutschen Bank taumelt seinem Allzeittief entgegen.

Die Aktie der Commerzbank hat am Dienstag zwar rund 5 Prozent an Wert gewonnen, aber das ist den Übernahmephantasien geschuldet. Denn die italienische Unicredit, die hierzulande mit der Tochtergesellschaft Hypo-Vereinsbank schon stark vertreten ist, will offenbar ihre Bemühungen für eine Übernahme der Commerzbank verstärken.

Das ist eine Momentaufnahme, die vieles über den deutschen Bankenmarkt aussagt. Die deutschen Großbanken sind selbst gegenüber den Wettbewerbern aus den Euro-Nachbarländern, die ebenfalls mit der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu kämpfen haben, nicht mehr wettbewerbsfähig.

Darauf machen auch die Unternehmensberater von McKinsey aufmerksam. Wie schlecht es um Deutsche Bank und Commerzbank bestellt ist, zeigt noch ein anderer Vergleich: Die oftmals als angestaubt geltenden Verbünde der Sparkassen und Volksbanken arbeiten profitabler als die privaten Banken.

Ein wunder Punkt sind die hohen Personalkosten. Hier schneidet die Deutsche Bank mit ihren teuren Führungsebenen im Investmentbanking besonders schlecht ab.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Frühauf, Markus
Markus Frühauf
Redakteur in der Wirtschaft.
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