FAZ plus ArtikelAbhängig von China

Der bangende Dritte

EIN KOMMENTAR Von Sven Astheimer
13.10.2021
, 16:01
Auf Chinas Wirtschaftswachstum verlassen sich viele deutsche Unternehmen.
Die Pandemie hat die Bedeutung des chinesischen Absatzmarktes noch erhöht. Doch die deutschen Manager blicken derzeit sorgenvoll nach Asien.
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In vielen deutschen Konzernvorständen sind die Verantwortlichen für das China-Geschäft jetzt besonders gefragt. Ob es um staatliche Eingriffe in Märkte und Eigentumsrechte geht, um flächendeckende Stromausfälle, welche die ohnehin bestehenden Lieferkettenprobleme noch verschärfen, oder um politische Spannungen im Südchinesischen Meer – den Einschätzungen der Fernostfachleute wird derzeit besonders viel Aufmerksamkeit zuteil.

Zumal die Unsicherheiten durch den Umstand erhöht werden, dass viele ausländische Vorstandsvorsitzende das Land aufgrund der strengen Quarantänevorschriften seit fast zwei Jahren nicht mehr besucht haben. Deshalb scharrt so mancher Konzernchef schon mit den Hufen, um endlich wieder Beziehungspflege betreiben zu können auf seinem wichtigsten Absatzmarkt. Denn auch wenn nach außen hin die guten Pro­gnosen für das China-Geschäft noch aufrechterhalten werden – der Internationale Währungsfonds erwartet schließlich ein Wirtschaftswachstum von 8 Prozent –, geht mittlerweile so manch banger Managerblick gen Osten.

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Quelle: F.A.Z.
Sven Astheimer - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Sven Astheimer
Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.
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