FAZ plus ArtikelGründerin Verena Pausder

Antreiberin von der Seitenlinie

Von Maja Brankovic und Corinna Budras
02.03.2021
, 16:56
Verena Pausder ist Gründerin und hat mit Politik wenig am Hut. Die politische Landschaft will sie trotzdem verändern – und hat Erfolg.

Ausflüge in die Politik überstehen Unternehmensgründer nur selten ohne Blessuren. Stattdessen werden sie häufig zu einer schmerzhaften Erinnerung, warum eine politische Karriere das Letzte sein sollte, für das man einen Chefsessel eintauschen sollte. Bei Verena Pausder ist das anders. Sie hat gerade einen Lauf. Ihr Projekt, Frauen und Männern an der Spitze von Unternehmen eine Auszeit für Familiengründung, Krankheit oder die Pflege von Angehörigen zu ermöglichen, hat das Bundesjustizministerium in rekordverdächtiger Zeit in Gesetzesreform gegossen, Mitte Februar wurde er vorgestellt.

Im Bundestag findet sich, von der AfD einmal abgesehen, kaum eine Fraktion, die das Thema nicht wichtig findet und sich damit brüstet, es irgendwie vorangetrieben zu haben – damit sich der Fall der Managerin Delia Lachance nicht wiederholen muss: Die Managerin des Online-Händlers Westwing sah sich im vergangenen Jahr dazu genötigt, für ein paar Monate Babyzeit ihren Vorstandsposten aufzugeben, weil sie während in ihrer Auszeit nicht von ihren umfangreichen Haftungsverpflichtungen befreit werden könnte. Und das, obwohl Frauen in solchen herausgehobenen Stellungen in Deutschland ohnehin schon Mangelware sind.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Brankovic, Maja
Maja Brankovic
Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.
Autorenportät / Budras, Corinna
Corinna Budras
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
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