FAZ plus ArtikelWie viel bekommt Deutschland?

300 Millionen Impfdosen für die EU

Von Werner Mussler, Brüssel, Dietrich Creutzburg und Christian Geinitz, Berlin
Aktualisiert am 10.11.2020
 - 19:37
Spritzen vor dem Logo von Biontech
Deutschland hat Biontech mit 375 Millionen Euro gefördert. Bekommen Deutsche deshalb eine Vorzugsbehandlung? Gesundheitsminister Spahn hat sich dazu schon geäußert.

Der Corona-Impfstoff ist zum Greifen nah – er soll möglichst schnell und gerecht verteilt werden. Nach der Ankündigung des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines amerikanischen Partners Pfizer, ein zu 90 Prozent wirksames Vakzin entwickelt zu haben, will die EU eine möglichst reibungslose und faire Verbreitung in der Gemeinschaft sicherstellen. Zwar ist das Präparat noch gar nicht zugelassen, aber schon an diesem Mittwoch wollen die EU-Kommissare einen Liefervertrag über bis zu 300 Millionen Dosen mit den beiden Unternehmen abschließen. Das teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag in Brüssel mit.

Die notwendige juristische Prüfung danach werde noch zwei oder drei Tage dauern. Sobald der Vertrag abgeschlossen sei, könnten alle Mitgliedstaaten ihren Bedarf anmelden, sagte ein Kommissionssprecher. Grundsätzlich haben alle 27 Länder gleichzeitig Zugriffsrecht auf erste Lieferungen. Sie sollen nach Bevölkerungsstärke verteilt werden. Deutschland hat einen Anteil von rund 19 Prozent. Die Verteilung werde aber erst festgelegt, wenn der Bedarf aller Länder genau bekannt sei, teilte ein Kommissionssprecher mit. Die EU-Kommission verhandelt seit Monaten mit Biontech und Pfizer; sie hatte schon im September erklärt, bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen beziehen zu wollen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Mussler, Werner (wmu.)
Werner Mussler
Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
Autorenporträt / Creutzburg
Dietrich Creutzburg
Wirtschaftskorrespondent in Berlin.
Autorenporträt / Geinitz, Christian
Christian Geinitz
Wirtschaftskorrespondent in Berlin
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