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Dax-Konzern

Wirecard baut Vorstand um und Compliance-Ressort auf

Aktualisiert am 08.05.2020
 - 19:00
Der Zahlungsabwickler stand zuletzt stark in der Kritik.
Wirecard überrascht zum Wochenausklang mit einem Paukenschlag. Der Vorstand wird von fünf auf sieben aufgestockt, außerdem kommt ein Fachmann für Compliance von der Deutschen Börse.

Der Zahlungsabwickler Wirecard reagiert mit einem Vorstandsumbau auf die nicht abreißende Kritik an Art und Weise der Geschäftsführung. Das neue Compliance-Ressort, das die Einhaltung von Gesetzen und Regeln überwachen soll, wird dazu direkt auf der Vorstandsebene aufgehängt. Leiten soll den neuen Bereich der 49-jährige Amerikaner James Freis, der zum 1. Juli in den Vorstand berufen wird, wie Wirecard am Freitag zum Börsenschluss in Aschheim bei München mitteilte. Die Schaffung eine Compliance-Abteilung war schon vor einiger Zeit angekündigt worden.

Der Jurist war von April 2014 an als Chief Compliance Officer für die Deutsche Börse-Gruppe tätig, sowie für die Tochtergesellschaft Clearstream. In dieser Funktion überwachte Freis die regulatorischen Anforderungen und die Zusammenarbeit mit den Finanzaufsichtsbehörden auf der ganzen Welt. Vor seiner Zeit im Unternehmen war er mehrere Jahre als Rechsanwalt für die amerikanische Großkanzlei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton tätig, die hierzulande mit Büros in Frankfurt und Köln vertreten ist.

Wirecard kündigte zudem an, den Vorstand um zwei weitere Sitze auf dann insgesamt sieben zu erweitern. In einem neu geschaffenen Vertriebsressort soll der dann zuständige Top-Manager sämtliche Vertriebsaktivitäten und -strategien steuern. Zudem soll das für das Tagesgeschäft zuständige Ressort des Chief Operating Officer in seinen Zuständigkeiten neu aufgestellt und unter eine neue Leitung gestellt werden.

Konzernchef muss Macht abgeben

Der stark in der Kritik stehende Wirecard-Chef Markus Braun wird sich den Angaben zufolge künftig auf die strategische Weiterentwicklung des Dax -Konzerns konzentrieren. Braun muss damit einen Teil seiner Macht abgeben, nachdem Ende April eine mit Spannung erwartete Sonderprüfung der Wirecard-Bücher durch KPMG nicht alle Zweifel an den Geschäftspraktiken des Zahlungsdienstleisters hatte ausräumen können.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft war vom Aufsichtsrat von Wirecard im Herbst engagiert worden, um die Bilanzen zu prüfen. Dies war notwendig geworden, nachdem in Berichten der „Financial Times“ Vorwürfe aufgekommen waren, der Konzern habe Jahresabschlüsse bei Auslandstöchtern manipuliert.

Quelle: mj./ dpa
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