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Schneller schlau

Der lange Weg zum Klimaschutz

Redaktion: BASTIAN BENRATH, SIMON BLÄTGEN, Grafik: JENS GIESEL

06.12.2018 · Die internationale Klimadiplomatie ist eine Geschichte von Rückschlägen und Hoffnung. Über 26 Jahre geht der Weg, der zur aktuellen Klimakonferenz in Kattowitz geführt hat. Wo stehen wir heute – und wie kamen wir dahin?

’09 Kopenhagen

’99, ’01, ’17

Bonn

’95 Berlin

’08 Posen

’00 Den Haag

’13 Warschau

’15 Paris

’18 Kattowitz

’96 Genf

’05

Montreal

’03

Mailand

’97

Kyoto

’02

Neu Delhi

’10

Cancun

’01, ’16

Marrakesch

’12

Doha

’06

Nairobi

’07

Bali

’14

Lima

’92

Rio de Janeiro

’11

Durban

’98, ’04

Buenos Aires

2009 Kopenhagen

1999, 2001, 2017

Bonn

1995 Berlin

2008 Posen

2000 Den Haag

2013 Warschau

2015 Paris

2005

Montreal

2018 Kattowitz

1996 Genf

2003

Mailand

1997

Kyoto

2001, 2016

Marrakesch

2002

Neu Delhi

2010

Cancun

2012

Doha

2006

Nairobi

2007

Bali

2014

Lima

1992

Rio de Janeiro

2011

Durban

1998, 2004

Buenos Aires

2009 Kopenhagen

1999, 2001, 2017

Bonn

1995 Berlin

2008 Posen

2000 Den Haag

2013 Warschau

2015 Paris

2005

Montreal

2018 Kattowitz

1996 Genf

2003

Mailand

1997

Kyoto

2001, 2016

Marrakesch

2002

Neu Delhi

2010

Cancun

2012

Doha

2006

Nairobi

2007

Bali

2014

Lima

1992

Rio de Janeiro

2011

Durban

1998, 2004

Buenos Aires

Dass die Welt an einem Strang zieht, um gemeinsam den Klimawandel zu begrenzen, ist weder leicht noch selbstverständlich. Der Weg zur Klimakonferenz in Kattowitz begint im Jahr 1992 – und ist geprägt von geplatzten Zeitplänen, neuen Kompromissen und Meilenstein-Abkommen. Hoffnung wird häufig so schnell wieder zunichtegemacht, wie sie entsteht. Doch bisher ist es den Staaten immer gelungen, sich wieder zusammenzuraufen. Zumindest bis heute.

Foto: dpa

3. bis 14. Juni 1992
Rio de Janeiro, Brasilien
Die „Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung“ ist die bis zu diesem Zeitpunkt größte internationale Konferenz aller Zeiten. Auf ihr wird die kurz zuvor in New York verabschiedete Klimarahmenkonvention von 154 Staaten unterschrieben. Die Konvention tritt zwei Jahre später in Kraft. Sie ist der erste internationale Vertrag, der den Klimawandel als ernstes Problem bezeichnet und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Seit ihrem Inkrafttreten findet jedes Jahr eine Konferenz der Vertragsstaaten, welche die Konvention unterzeichnet haben, statt – die „Conference of the Parties“ (COP). Meist wird sie Klimakonferenz genannt.
Foto: dpa

28. März bis 7. April 1995
COP 1: Berlin, Deutschland
Das Ziel der 1. Klimakonferenz in Berlin ist es, die Verpflichtungen der Klimarahmenkonvention fortzuentwickeln und zu verschärfen. Die Staaten verabschieden das „Berliner Mandat“. Dieses legt die rechtliche Grundlage, Verhandlungen über ein bindendes Protokoll zur Verringerung von Treibhausgasemissionen zu beginnen.
Foto: AFP

8. bis 19. Juli 1996
COP 2: Genf, Schweiz
Zur 2. Klimakonferenz veröffentlicht der als wissenschaftliche Beirat gebildete Weltklimarat, der sogenannte IPCC, seinen zweiten Sachstandsbericht. Die zentrale Aussage lautet: „Die Abwägung der Erkenntnisse legt einen erkennbaren menschlichen Einfluss auf das globale Klima nahe.“ Der Bericht macht deutlich, wie dringend das Klima einen verbindlichen Vertrag zur Reduktion von Treibhausgasen braucht. Unter dem Eindruck des Berichts geben die Vereinigten Staaten zum ersten Mal ihren Widerstand gegen ein rechtsverbindliches Protokoll auf.
Foto: Reuters

1. bis 11. Dezember 1997
COP 3: Kyoto, Japan
Die Staaten verabschieden das Kyoto-Protokoll. In ihm werden zum ersten Mal rechtlich verbindliche Ziele für Höchstmengen von Treibhausgasen festgelegt, die Industrieländer ausstoßen dürfen. Das Protokoll gilt als Meilenstein der internationalen Klimapolitik, weil es erstmals eine Reduktion des Ausstoßes festschreibt. 191 Staaten ratifizieren das Protokoll in den kommenden Jahren, darunter alle Mitgliedstaaten der EU sowie wichtige Schwellenländer wie Brasilien, China, Indien und Südafrika.
Foto: dpa

2. bis 13. Oktober 1998
COP 4: Buenos Aires, Argentinien
Die Konferenz einigt sich auf den „Buenos-Aires-Aktionsplan“, in dem festgelegt wird, dass die genauere Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls spätestens auf der 6. Klimakonferenz fertiggestellt werden soll. In der Diskussion geht es vor allem um den Streit, ob auch Entwicklungsländer dazu verpflichtet werden sollen, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Ausgelöst hat diese Debatte der Gastgeber: Argentinien erklärt zunächst, auf der nächsten Konferenz eine freiwillige Reduktionsverpflichtung zu übernehmen. Viele andere Entwicklungsländer wehren sich gegen eine Verpflichtung. Sie beziehen sich dabei auf das in der Klimarahmenkonvention festgelegte Prinzip der „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortung“ von Industrie- und Entwicklungsländern für den Klimawandel.
Foto: Picture Alliance

25. Oktober bis 5. November 1999
COP 5: Bonn, Deutschland
Zum ersten Mal findet die Klimakonferenz am Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen statt, das in der Klimarahmenkonvention den Standort Bonn erhalten hatte und dort bis heute beheimatet ist. Die Staaten diskutieren ein System der Kontrolle der in Kyoto eingegangenen Verpflichtungen, wie das Abkommen ausgestaltet werden soll und wie die Emissionsberichte der Industrieländer aussehen sollen. Die Klimaziele sind dabei bis heute eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Entwicklungsländer verbunden. Deshalb diskutieren die Staaten über einen „Clean Development Mechanism“.
Foto: dpa

13. bis 24. November 2000
COP 6: Den Haag, Niederlande
Stunde der Wahrheit: Die zwei Jahre zuvor in Buenos Aires getroffene Vereinbarung, die genaue Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls zu klären, soll in Den Haag eingelöst werden. Doch die Verhandlungen scheitern. Die großen Erwartungen an die 6. Klimakonferenz schlagen in große Enttäuschung um. Grund für das Scheitern ist unter anderem, dass sich die Vereinigten Staaten, Kanada, Russland, Japan und andere auf der einen Seite, die Europäische Union auf einer anderen und die Gruppe der Entwicklungsländer auf einer dritten Seite sich nicht darüber einigen können, inwiefern in Wäldern gespeichertes Kohlendioxid auf die Klimaverpflichtungen angerechnet werden soll. Auch gibt es Streit darum, wie viel der Reduktionsleistungen die Industriestaaten in ihren eigenen Ländern erbringen müssen. Die internationalen Klimaverhandlungen werden bis auf weiteres ausgesetzt.
Foto: AP

16. bis 27. Juli 2001
Fortsetzung der COP 6: Bonn, Deutschland
Bevor die Vertragsstaaten einen weiteren Versuch unternehmen können, sich doch noch über die Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls zu einigen, erschüttert ein weiterer Schlag die Klimadiplomatie: Die Vereinigten Staaten ziehen im März 2001 ihre Unterschrift zurück und steigen aus dem Kyoto-Protokoll aus. Insofern ist der „Bonner Beschluss“, den die verbliebenen Vertragsstaaten treffen, ein historisches Ergebnis: Trotz des Ausstiegs des größten Emittenten von CO2 wiederbelebt der Rest der Welt die Klimaverhandlungen und einigt sich auf eine Umsetzung des Kyoto-Protokolls.
Foto: AP

29. Oktober bis 9. November 2001
COP 7: Marrakesch, Marokko
Die Vertragsstaaten treffen weitere Vereinbarungen zur Ausgestaltung und Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Rechtlich legen sie die Grundlage für die internationale Ratifizierung des Abkommens durch die Mitgliedstaaten.
Foto: AFP

23. Oktober bis 1. November 2002
COP 8: Neu-Delhi, Indien
Auf der 8. Klimakonferenz beginnt sich der Blick auf die Zeit nach dem Kyoto-Protokoll zu richten. Die Verhandlungen über die Detailfragen des Protokolls sind fast abgeschlossen und es wird erwartet, dass es 2003 genug Staaten ratifiziert haben werden, um in Kraft treten zu können. Dennoch werden noch keine Verhandlungen über ein Folgeabkommen aufgenommen. Insbesondere die Entwicklungsländer drängen darauf, damit zu warten, bis erstmal das Kyoto-Protokoll in Kraft ist.
Foto: Reuters

1. bis 12. Dezember 2003
COP 9: Mailand, Italien
In Mailand wird eine Bestandsaufnahme des internationalen Klimaschutzes gemacht. Die Staaten verabschieden neue Leitlinien für die Berichterstattung über ihre Kohlenstoff-Emissionen. Zudem erzielen sie eine Übereinkunft über Kohlenstoff-bindende Aufforstungsprojekte, woran die Verhandlungen drei Jahre zuvor noch gescheitert waren.
Foto: AP

6. bis 17. Dezember 2004
COP 10: Buenos Aires, Argentinien
Zum 10-jährigen Jubiläum des Inkrafttretens der Klimarahmenkonvention im März 1994 diskutiert die Konferenz über neue Maßnahmen zur Minderung der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen. Zudem stehen Maßnahmen zur Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels auf dem Programm.
Foto: AFP

28. November bis 9. Dezember 2005
COP 11: Montreal, Kanada
Ein Dreivierteljahr vor der Konferenz, am 16. Februar 2005 und damit drei Jahre später als erwartet, tritt das Kyoto-Protokoll in Kraft. Seit seiner Verabschiedung auf der 3. Klimakonferenz sind acht Jahre vergangen. Thema in Montreal ist vor allem die Fortschreibung des Protokolls über das Jahr 2012 hinaus, bis zu welchem es bislang Reduktionsziele vorschreibt. Zudem handeln die Staaten neue Grenzwerte für Treibhausgasemissionen aus. Die Vereinigten Staaten akzeptieren das Ergebnis der Konferenz, ratifizieren das Kyoto-Protokoll aber weiterhin nicht.
Foto: AFP

6. bis 17. November 2006
COP 12: Nairobi, Kenia
Auf der ersten Klimakonferenz in Afrika wird ein Fonds zur Unterstützung afrikanischer Länder beschlossen, der besonders diesen bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels und der Begrenzung ihrer Treibhausgasemissionen helfen soll. Die Gespräche über ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll dauern an.
Foto: AFP

3. bis 14. Dezember 2007
COP 13: Bali, Indonesien
Die Staaten einigen sich auf den „Fahrplan von Bali“: 2009 soll in Kopenhagen ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Sie legen inhaltliche Anforderungen an dieses Folgeabkommen fest. Deutschland zieht mit der Forderung in die Verhandlungen, dass die Industriestaaten der Welt sich verpflichten sollen, ihre CO2-Emissionen um 30 Prozent zu reduzieren.
Foto: AP

1. bis 12. Dezember 2008
COP 14: Posen, Polen
In den Diskussionen auf dem 14. Klimagipfel wird deutlich, dass ein erfolgreicher Abschluss der Klimaverhandlungen entscheidend von mehr Geld für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern abhängt. Ein Anpassungsfonds für solche Maßnahmen, ein Jahr zuvor beschlossen, wird deshalb funktionsfähig gemacht. Zu dessen Mitteln sollen die Entwicklungsländer künftig – unter Beachtung der Vorgaben der Konferenz – direkten Zugang haben.
Foto: dpa

7. bis 18. Dezember 2009
COP 15: Kopenhagen, Dänemark
Die nächste Stunde der Wahrheit: Zwei Jahre zuvor hatten die Vertragsstaaten beschlossen, in Kopenhagen ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zu beschließen. Doch mangels Einigkeit unter den Ländern kommt es dazu nicht. In der „Kopenhagener Erklärung“ erreichen die Staaten lediglich einen Minimalkonsens: Die Erderwärmung soll auf maximal zwei Grad begrenzt werden, verglichen mit dem vorindustriellen Niveau. Die rechtlich unverbindliche Erklärung verpflichtet keinen der Staaten zum Handeln. Dennoch geht von der 15. Klimakonferenz auch ein positives Signal aus: Erstmals bekennen sich die „Basic“-Staaten Brasilien, Südafrika, Indien und China politisch dazu, selbst Reduktionsziele für ihre Emissionen anzunehmen.
Foto: AFP

29. November bis 10. Dezember 2010
COP 16: Cancún, Mexiko
Auch dieser Gipfel endet mit einem Minimalziel. Statt den gescheiterten Versuch wiederaufzunehmen, ein rechtlich verbindliches Nachfolgeabkommen für Kyoto zu entwickeln, einigen sich die Staaten lediglich darauf, das Kyoto-Protokoll bis 2012 fortzusetzen. Beschlossen werden außerdem ein Waldschutzprogramm sowie abermals ein Hilfsfonds für Entwicklungsländer.
Foto: dpa

28. November bis 11. Dezember 2011
COP 17: Durban, Südafrika
Das Kyoto-Protokoll geht in die Verlängerung: Die Staaten beschließen eine zweite Verpflichtungsperiode ab 1. Januar 2013. Reduktionsziele und Dauer der zweiten Periode sollen im folgenden Jahr festgelegt werden. Zudem wird der Plan gefasst, ein „Protokoll, rechtliches Instrument oder sonstiges rechtsverbindliches Ergebnis“ für einen Klimavertrag für alle Mitgliedstaaten zu erarbeiten. Der Text soll bis 2015 stehen und ab 2020 in Kraft treten.
Foto: dpad

26. November bis 8. Dezember 2012
COP 18: Doha, Qatar
Viele Staaten gehen rechtlich bindend eine zweite Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll ein. Darunter sind die EU mit ihren 27 Mitgliedstaaten, außerdem Norwegen, Island, Kroatien, die Schweiz und die Ukraine, Weißrussland, Kasachstan und Australien.
Foto: dpa

11. bis 23. November 2013
COP 19: Warschau, Polen
Die Staaten beschließen den Zeitplan, auf der Klimakonferenz in Paris 2015 ein neues, weltweites Klimaabkommen verabschieden zu wollen. Trotz schwieriger Verhandlungen einigen sie sich auf einen Fahrplan bis dahin und auf wesentliche Eckpunkte zur Finanzierung der Klimaschutzmaßnahmen. Sie beschließen auch die Errichtung eines Mechanismus zum Umgang mit Verlusten und Schäden durch den Klimawandel und erfüllen damit eine zentrale Forderung betroffener Entwicklungsländer.
Foto: AFP

1. bis 14. Dezember 2014
COP 20: Lima, Peru
Das Schlussdokument der 20. Klimakonferenz enthält erste Grundzüge des neuen Klimaschutzabkommens, das erstmals alle Staaten umfassen soll. Alle Länder sollen jeweils ihre eigenen Klimaschutzbeiträge vorlegen. Strittig bleibt, nach welcher Aufteilung sich die Staaten zukünftig am Klimaschutz beteiligen und welche Rechtsform das neue Abkommen haben soll. Die starre Trennung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, die 1992 in der Klimarahmenkonvention festgelegt wurde, wird von einigen als nicht mehr zeitgemäß empfunden.
Foto: dpa

30. November bis 12. Dezember 2015
COP 21: Paris, Frankreich
Endlich klappt ein gesetzter Zeitplan: Die Staaten beschließen das Pariser Klimaabkommen als Nachfolger des Kyoto-Protokolls. Nach Jahren von Verhandlungen verpflichten sich darin alle Staaten dazu, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern. Das Pariser Abkommen soll ein deutliches Signal für einen grundlegenden Wandel geben und fordert ein Wirtschaften, das die natürlichen Grenzen des Planeten berücksichtigt. Anders als noch im Kyoto-Protokoll haben nun fast alle Staaten der Erde nationale Klimaschutzziele definiert. Zudem bekennt sich die Gemeinschaft dazu, nicht nur das Zwei-Grad-Ziel in den Blick zu nehmen, sondern die Erderwärmung um nicht mehr als 1,5 Grad ansteigen lassen.
Foto: Reuters

7. bis 18. November 2016
COP 22: Marrakesch, Marokko
Anders als beim Kyoto-Protokoll erreicht das Pariser Abkommen schon vor der folgenden 22. Klimakonferenz die nötige Anzahl von 55 Ratifikationen durch Staaten, sodass es in Kraft treten kann. Unter ihnen sind insbesondere die beiden größten Emittenten von Kohlendioxid, die Vereinigten Staaten und China.
Foto: dpa

6. bis 17. November 2017
COP 23: Bonn, Deutschland
Statt auf den Fidschi-Inseln, die an der Reihe gewesen wären, findet die 23. Klimakonferenz abermals in Bonn statt – auch, weil die Inseln im Südpazifik schon stark unter dem steigenden Meeresspiegel leiden. Die Staaten erarbeiten einen 200 Seiten langen Kompromiss für die Umsetzung des Pariser Abkommens. Außerdem bekennen sich Großbritannien, Kanada und 17 weitere Länder zu einem Kohleausstieg. Einen Rückschlag erfährt die Klimadiplomatie dadurch, dass es abermals die Vereinigten Staaten sind, die aus dem gemeinsamen Prozess ausscheren: Am 1. Juni 2017 gibt Präsident Donald Trump bekannt, dass er aus dem Abkommen austreten will.
Foto: EPA

2. bis 14. Dezember 2018
COP 24: Kattowitz, Polen
Die diesjährige Klimakonferenz gilt als wichtigste seit der Verabschiedung des Pariser Abkommens. Dort haben die Staaten beschlossen, welche Ziele sie sich setzen wollen und welche Verpflichtungen die Staaten haben. Nun soll beschlossen werden, wie die Verpflichtungen umgesetzt werden.

Redaktion: Bastian Benrath, Simon Blätgen
Grafik: Jens Giesel


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Quelle: FAZ.NET