FAZ plus ArtikelWissenschaftlerin warnt

„Zu viele Menschen glauben, die Gefahr sei vorüber“

Von Carsten Germis
Aktualisiert am 04.08.2020
 - 17:09
Amrita Narlikar
Deutschland soll es wie Neuseeland machen, sagt die Präsidentin des Hamburger Giga-Instituts. Sie wirft auch der Bundeskanzlerin Fehler vor.

Die Präsidentin des Hamburger Giga-Instituts für Globale und Regionale Studien, Amrita Narlikar, befürchtet, dass Deutschland vor einer neuen Corona-Welle steht. „In unserem Bestreben, so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukommen, entscheiden sich zu viele Leute für eine übereilte Rückkehr zu ihrem Lifestyle statt für Lebensrettung“, sagte sie in einem Gespräch mit der F.A.Z.: „Wir alle wissen, dass Abstand halten und Masken tragen hilft, das Virus einzudämmen. Und doch sehen wir überall, dass zu viele Menschen glauben, die Gefahr sei vorüber.“

Narlikar erinnerte dabei an Picknicks, Partys und Bilder von Strandurlaubern, die den Eindruck vermittelten, als sei die Gefahr vorüber. Auch die Zahl der Menschen steige, die sich weigerten, im öffentlichen Nahverkehr oder in den Geschäften Masken zu tragen. „Der Erfolg der Vorsichtsmaßnahmen hat paradoxe Konsequenzen“, sagte sie.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Germis, Carsten (cag.)
Carsten Germis
Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
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