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Mit geschlossenen Läden wird das Haus optisch zur Scheune.

Hölzerne Dorfschönheit

Von JUDITH LEMBKE, Fotos LUCAS WAHL
Mit geschlossenen Läden wird das Haus optisch zur Scheune.

27. Juni 2020 · Gut gesetzte Öffnungen statt protziger Panoramafenster – ein Wohnhaus am See in Schleswig-Holstein erweist sich als selbstbewusster Neuzugang ohne Imponiergehabe.

In kleinen norddeutschen Dörfern in reizvoller Lage gibt es meist zwei Arten von Häusern: Die alten Gebäude, oft ehemalige Bauernhöfe oder deren Nebengebäude, in denen die Alteingesessenen wohnen. Die anderen sind Häuser auf den besten Grundstücken mit herrlichem Blick, die aber ebenso gut an der französischen Riviera oder auf Mallorca stehen könnten und in die ländliche Umgebung so gut passen wie ein Smoking aufs Feuerwehrfest. Sie stehen die meiste Zeit leer, weil ihre Eigentümer in der Stadt wohnen und nur für ein paar Tage im Jahr vorbeikommen.

Und dann gibt es zum Glück immer mehr Häuser, die weder zur einen noch zur anderen Kategorie gehören. Sie nehmen die Bautradition der Gegend auf, ohne zu historisieren, und fügen sich ein, ohne sich anzubiedern.


„Wir haben tausend Ideen gehabt und am Ende ein Haus gebaut, dessen äußere Form genauso ist wie das, was hier vorher gestanden hat.“
SIBYLLE KRAMER

Wenn man durch den kleinen Ort Nehmten am Plöner See fährt, sticht das Holzhaus auf der Seeseite nicht hervor. Obwohl sich die Fassade aus heimischer Weißtanne von den rot geklinkerten Nachbarn abhebt, ist es kein Fremdkörper. „Wir haben tausend Ideen gehabt und am Ende ein Haus gebaut, dessen äußere Form genauso ist wie das, was hier vorher gestanden hat“, sagt Sibylle Kramer, die gleichzeitig Bauherrin und Architektin des Hauses ist.

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Ort für Zusammenkünfte und Rückzüge: Das Refugium am See bietet Platz für die erweiterte Patchworkfamilie.

An der Stelle des Holzhauses stand eine Scheune, die zu einer dreiteiligen Hofanlage gehörte. Sie war nicht zu retten, doch das neue Gebäude sollte den Charakter des alten bewahren und entspricht deswegen in seiner Kubatur exakt dem Vorgänger. Um die einfachen und klaren Konturen zu erhalten, verzichtete Kramer auch auf Gauben und Balkone. Und wenn man die hölzernen Schiebeläden vor den Fenstern schließt, wirkt das großzügige Wohnhaus wieder wie das alte Wirtschaftsgebäude.

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26.06.2020
Quelle: F.A.S.

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