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Immobilien

Wohneigentum wird immer teurer

Aktualisiert am 24.09.2019
 - 10:57
Einfamilienhäuser stehen im Rohbau in einem Neubaugebiet in der Region Hannover.
Die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen sind in Städten und auf dem Land abermals deutlich gestiegen. Experten warnen vor Überhitzung.

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland haben auch im Frühjahr deutlich zugelegt. Sie stiegen zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahresquartal durchschnittlich um 5,2 Prozent. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Besonders stark verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser (plus 10 Prozent) und Eigentumswohnungen (plus 8,6 Prozent) in den sieben größten Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. In anderen kreisfreien Großstädten von 100.000 Einwohnern an kletterten die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser je um rund sieben Prozent. Der Anstieg in dünn besiedelten ländlichen Gebieten war mit 4,2 Prozent geringer.

Ein Expertengremium unter der Leitung von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank, schlägt mit Blick auf den Immobilienmarkt in Deutschland und zehn weiteren europäischen Staaten derzeit Alarm. Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken mahnte am vergangenen Montag die Regierungen in diesen Ländern, drohenden Gefahren vorzubeugen. Deutschland, Frankreich, Tschechien sowie den Nicht-EU-Mitgliedern Island und Norwegen wurde explizit eine Warnung ausgesprochen. Die Probleme reichten von einem zu hohen Verschuldungsgrad der Haushalte, über eine zu lockere Hypothekenvergabe bis hin zur Überhitzung des Marktes durch immer höhere Preise.

In Deutschland boomt der Wohnungs- und Häusermarkt seit Jahren, weil viele Anleger wegen der niedrigen Zinsen Geld in Immobilien stecken. Zudem verwirklichen sich immer mehr Deutsche den Traum vom Eigenheim. Zwischen 2007 und 2018 stiegen die Häuserpreise laut Statistikamt um rund 50 Prozent.

Quelle: Reuters
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