FAZ plus ArtikelWohnungsnot in Deutschland

Das müssen Sie über die Mieten-Diskussion wissen

Von Judith Lembke
16.06.2019
, 20:43
Kampfplatz Mietskaserne: Um die Wohnkosten zu dämpfen, greifen die Berliner zu radikalen Mitteln.
Berlin bekommt mit dem sogenannten Mietendeckel ein neues Gesetz. Das bewegt Mieter und Vermieter im ganzen Land. Hier kommen Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Am kommenden Dienstag will der Berliner Senat ein Gesetz beschließen, das es in sich hat: Für fünf Jahre sollen die Mieten in Berlin nicht mehr steigen dürfen. In der aufgeheizten Debatte sehen die einen den Sozialismus mit all seinen negativen Begleiterscheinungen in die Hauptstadt zurückkehren, während die anderen meinen, endlich ein scharfes Schwert gegen hohe Mieten und Verdrängung in der Hand zu halten. Eines ist jedoch sicher, für Mieter und Vermieter wird sich künftig sehr viel ändern – zunächst nur in Berlin, aber wenn das Beispiel Schule macht, auch anderswo in Deutschland.

Was soll das sein, ein Mietendeckel?

Als erste Landesregierung in Deutschland will der rot-rot-grüne Berliner Senat die Mieten einfrieren. Das Gesetz aus dem Haus der Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) sieht vor, dass die Mieten für fünf Jahre nicht erhöht werden dürfen. Auch wenn eine Wohnung neu vermietet wird, darf die Miete nicht steigen. Wenn die Mieter der Meinung sind, ihre Miete sei zu hoch, können sie künftig verlangen, dass sie auf eine noch nicht genauer definierte Obergrenze abgesenkt wird.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Lembke, Judith
Judith Lembke
Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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