FAZ plus ArtikelEnergiewende

Vermieter mit Solardach haben es schwer

Von Jan Hauser
24.09.2021
, 09:58
Dach der Energie: Doch Vermieter mit Photovoltaikanlage müssen manches beachten – oder es lassen.
Die Photovoltaikanlage kommt leicht auf das Dach. Aber wie kann der Hausbesitzer Strom an seinen Mieter verkaufen? Das bleibt eine Hürde für den Klimaschutz.

Zunächst muss die Photovoltaikanlage nach oben. Auf dem Dach soll sie Sonnenstrahlen einfangen, „grünen“ Strom produzieren und so das Klima schützen. Doch die Montage ist oft beileibe nicht die wirkliche Herausforderung für die Energiewende. Denn der Ökobetrieb auf dem Dach bringt große Schwierigkeiten mit sich, wenn ein Mieter im Haus wohnt. Als Vermieter den Strom aus der Anlage auf dem Dach des Mietshauses und weitere Energie an den Mieter zu verkaufen ist in Deutschland sehr kompliziert.

Da hat es der Immobilienbesitzer einfacher, der auch in den eigenen vier Wänden wohnt. Der Eigentümer montiert sich die Solaranlage aufs Dach, verbraucht den eigenen Strom und muss darauf bis zu einer gewissen Größe keine Abgaben wie die Ökostromumlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zahlen. Für die Energielieferung an den Mieter umfasst dies hingegen die EEG-Umlage, und sie fällt auch sonst nicht leicht. Davon berichtet ein Vermieter im Schwarzwald, der zwar in seinem Haus selbst wohnt, aber seine neue Solaranlage auf dem Dach auch an dortige Mietwohnung anschließen wollte. „Der Prozess, dies anzumelden, ist so was von kompliziert und bürokratisch“, lautet dessen Fazit.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hauser, Jan
Jan Hauser
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