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Sehenswerte Gärten in Europa

Diese Sieben lohnen sich

Von Ina Sperl
 - 20:29
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Botanischer Garten Berlin

Laubmoose haben winzige, samtweiche Blätter. Lebermoose dagegen sind eigenartig glatt, Hornmoose wiederum ähneln kleinen Salatblättern. Wer sich für solche Details interessiert, ist im Botanischen Garten Berlin richtig, denn hier gibt es sogar einen Moosgarten. Nicht nur dort findet sich auch für Laien Wissenswertes zu Gewächsen. Im Regenwald-Gewächshaus sind Würgefeigen zu sehen, die – in der freien Natur – ihren Wirtsbaum langsam abtöten. In einem anderen Glashaus leben fleischfressende Wasserpflanzen, die sich von winzigen Krebsen ernähren. Auch ohne Wissensdurst lohnt der größte Botanische Garten Deutschlands in Dahlem mit 22.000 Pflanzenarten auf insgesamt 43 Hektar unbedingt einen Besuch: einfach nur zum Genießen.

Täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, Ausnahmen auf der Internetseite. Adresse: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin, Königin-Luise-Straße 6–8, 14195 Berlin www.bgbm.org

Stourhead

Ein Tempel, eine palladianische Brücke, ein Obelisk. Gruppen von Bäumen, verborgene Grotten: Alle paar Minuten eröffnet sich beim Spaziergang in Stourhead eine andere Perspektive. Als Zentrum des Parks ist der See, aus dem Flüsschen Stour gestaut, stets im Blick. Stourhead ist einer der frühen Landschaftsgärten, gestaltet von 1742 an von seinem Besitzer Henry Hoare – zu einer Zeit, als Capability Brown, der gerne als Erfinder dieser Art von Gestaltung gefeiert wird, selbst noch ein junger Gärtner war. Inspiration fand Hoare auf Reisen und Gemälden und scheute keine Mühen, das Gelände nach seinen Wünschen umzuformen. Entstanden ist eine idyllische Ideallandschaft, die auch heute noch große Besuchermengen anzieht. Dank der Weitläufigkeit verteilen diese sich im Park.

Geöffnet täglich 9 bis 17 Uhr, 2. April bis 28. Oktober 9 bis 18 Uhr. Adresse: Stourton, Warminster, BA12 6QF www.nationaltrust.org.uk

Jardin du Bâtiment

Inspiriert von Barockanlagen des 18. Jahrhunderts ist dieser Garten: Buchs-Parterre, Sichtachsen, ein rechteckiger, den Himmel reflektierender Kanal. Formschnitt spielt hier eine entscheidende Rolle – von zierlichen Zipfeln aus Buchs bis zu opulenten geschwungenen Eibenhecken – doch finden sich auch Präriestauden, bunte Gemüsebeete und eine Obstwiese im Garten von William Christie. Etwas abgelegen im kleinen Ort Thiré, knapp 100 Kilometer südöstlich von Nantes, hat der Dirigent und Cembalist diesen Garten geschaffen, der trotz seiner jungen Jahre als Jardin Remarquable ausgezeichnet wurde. Was wäre ein Musiker-Garten ohne Musik? Jeden Sommer findet ein Festival „Dans les Jardins de William Christie“ statt.

Geöffnet: 1. bis 30. April, 1. bis 3. Juni, 1. bis 10. Juli, 1. bis 30. September jeweils 13 bis 19 Uhr. Musikfestival vom 25. August bis 1. September. Jardin du Bâtiment, 32 Rue du Bâtiment, 85210 Thiré, Frankreich, www.jardindewilliamchristie.fr

Garten Moorriem

Rittersporn und Rosen, Engelwurz und Sonnenhüte, Wiesenrauten und Wiesenknöpfe – Stauden, so weit das Auge reicht, gibt es im Garten Moorriem. Auf 6000 Quadratmetern haben Ute und Albrecht Ziburski in der Wesermarsch östlich von Oldenburg einen Garten voller Pflanzenschätze angelegt. Mittendrin steht ein reetgedecktes Bauernhaus mit weißem Fachwerk. Bei der Gestaltung orientiert sich das Paar an den Bauerngärten der Umgebung, die beiden haben aber auch naturnahe Staudenrabatten geschaffen und das Ufer eines Grabens prachtvoll bepflanzt. Schön für Besucher: Es gibt eine kleine Gärtnerei mit seltenen Stauden, die zum großen Teil vor Ort herangezogen wurden. Schwerpunkt sind Wildstauden und Dahlien.

Geöffnet vom 18. Mai bis 30. September, Fr./Sa. 14 bis 18 Uhr, So. 10 bis 18 Uhr Adresse: Garten Moorriem, Huntorf 1, 26931 Elsfleth www.garten-moorriem.de

Schloss Wildegg, Schweiz

Im Aargau zwischen Basel und Zürich gelegen, thront das Schloss hoch über dem Ort Wildegg. Eine Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde um 1680 in ein Barockschloss umgebaut. Heute ist es ein Museum mit Gärten wie aus dem Bilderbuch. Rosen und Kräuter haben ihren Platz, am Südwesthang auch Rebstöcke. Das Besondere ist der tiefer gelegene Gemüsegarten: Hier wachsen nur Kulturpflanzen, die von der Stiftung Pro Specie Rara zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt gezogen werden. Rund 1000 solcher alten Gemüse- und Obstsorten gibt es in der Schweiz, die von Gärtnern angebaut und vermehrt werden. Wer das Schloss am 5./6. Mai besucht, kann Jungpflanzen kaufen, denn dann findet ein Setzlingsmarkt von Pro Specie Rara statt.

Geöffnet 29. März 2018 bis 31. Oktober, Di. bis So. 10 bis 17 Uhr. Adresse: Museum Aargau, Effingerweg 5, 5103 Wildegg, Schweiz www.schlosswildegg.ch

Priona-Gärten

Amorphe Formschnitte, die an Seehunde und Hühner erinnern. Ein schattiger Felsengarten mit Steinblöcken, die längst überwuchert sind, ein wilder Hochstaudenflur mit Schlangenknöterich und Silberblatt. Ein Wald- und ein Wassergarten, ein Bereich mit amerikanischen Präriestauden, blühende Gemüsebeete: Die Priona-Gärten, von den Pflanzenliebhabern und Künstlern Henk Gerritsen und Anton Schlepers angelegt, sind voller Überraschungen. Henk Gerritsen, anfangs inspiriert von den Gärten seiner Landsfrau Mien Ruys, verband eine Freundschaft mit Piet Oudolf. Aus dessen Gärtnerei bezog er viele seiner Pflanzen. Vorbild für die Gestaltung war stets die Natur, es wurde streng ökologisch gegärtnert. Eine Stiftung führt das Erbe weiter, inzwischen gibt es auch ein Restaurant im Garten.

Geöffnet ab dem 1. April, sonntags von 13 bis 17 Uhr. Adresse: Priona Tuinen, Rondweg 1a, 7777 SM Schuinesloot, Niederlande www.prionagardens.blogspot.de

Schloss Hex, Belgien

Gartenmenschen ist Hex ein Begriff: Zweimal im Jahr verwandelt sich der Park, der zur Anlage des belgischen Schlosses gehört, in ein Mekka für Pflanzenliebhaber. Im Juni und September ist hier alles zu haben, was das Herz begehrt, ob Blumenzwiebel, Kletterrose oder seltener Farn. Aussteller sind Gärtnereien und Pflanzenzüchter, von den Wildkräuterexperten aus den Niederlanden bis zu Knoblauchhändlern aus dem Südwesten Frankreichs. Doch auch davon abgesehen hat Hex, etwa eine Autostunde westlich von Aachen gelegen, Interessantes zu bieten. Zum Schloss, Ende des 18. Jahrhunderts vom Lütticher Fürstbischof Franz-Karl von Velbrück erbaut, gehören nicht nur der Landschaftspark und ein großer Rosengarten mit etlichen alten Sorten, sondern auch ein Gemüsegarten.

Gartentage am 8., 9., 10. Juni und 8., 9. September, 10 bis 18 Uhr. Adresse: Schloss Hex, B-3870 Heers-Heks, Belgien www.hex.be

Quelle: F.A.S.
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