FAZ plus ArtikelFlohmarkt im Internet

Alles für kleines Geld

Von Ursula Kals
16.02.2021
, 09:37
Wenn Flohmärkte im Corona-Lockdown ausfallen, greifen viele Schnäppchenjäger auf Kleinanzeigenportale im Internet zurück. Dabei heißt es: Konkurrenz beobachten, Preise pokern - zuschlagen.

Flohmarkt war gestern und geht in Corona-Zeiten nicht. Aber das Herumstromern auf der Suche nach Nützlichem und weniger Nützlichem funktioniert auch virtuell. Internetportale für private Gebrauchtangebote gibt es viele. Ob Ebay, Quoka, Kalaydo, Locanto, Rebuy, Momox oder Shpock, die Namen sind verschieden, die Angebote ähnlich. Wer dort einmal viel Ware für wenig Geld oder viel Geld für wenig Ware bekommen hat, scheint sich fast zwanghaft auf dem Online-Marktplatz zu tummeln. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom haben dort 72 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal im Jahr etwas verkauft und nehmen im Durchschnitt 295 Euro ein.

Vieles muss raus und soll beim Ausmisten noch gute Gefühle durch ein wenig Geld und ein reines Gewissen bescheren. Zwei Drittel wollen laut Umfrage Müll vermeiden. Denn dafür ist der Garderobenständer eindeutig zu schade, zur neuen Flurtapete passt aber cooles Messing besser, kein weißes Holz. Also ab auf den Marktplatz mit dem ausrangierten Stück – mit fünf Euro ist das Angebot ein Witz. Prompt meldet sich eine Studentin mit großen Einrichtungsplänen und kleinem Budget.

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Quelle: FAS
Ursula Kals - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ursula Kals
Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.
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