Wer hat Angst
vorm alten Haus?

Von BIRGIT OCHS und ROBERT GOMMLICH (Fotos)

08.02.2019 · Familie Freydank nicht. Sie wohnt im ältesten Haus der Meißener Altstadt. Das in Schuss zu bringen war eine Herausforderung, nicht nur wegen des morschen Gebälks.

D och nicht diese Ruine? Bettina Freydank erinnert sich noch gut an die ersten Reaktionen von Verwandten und Freunden. Verwunderlich war deren Skepsis nicht, denn das Haus, das sie und ihr Mann gekauft hatten, befand sich in einem ziemlich schlechten Zustand.

Wer heute den properen Bau in der Altstadt von Meißen sieht, kann sich das kaum noch vorstellen. Stolz steht das Haus, Baujahr 1458, zwischen seinen Nachbarn und strahlt selbstbewusst in dunklem Rot. Der Giebel ist wie einst im 15. Jahrhundert wieder zur Straße hin gedreht – ein Ausreißer in der umliegenden Dachlandschaft, die einer Mode späterer Jahrhunderte folgt. Drinnen im Erdgeschoss wärmt die Fußbodenheizung unterm geschliffenen Estrich Füße und Raum. Hausherr Jörg Freydank hat hier sein geräumiges Arbeitszimmer. Der erste Stock bildet mit Wohn- und Essraum nebst angeschlossener Küche das Zentrum des Hauses. Von dort geht es weiter hinauf in die nächste Etage, wo Elternschlafzimmer, ein Kinderzimmer und Bad liegen. Unterm Dach befinden sich noch zwei weitere Kinderzimmer. Kaum etwas erinnert daran, dass das Haus bis vor nicht allzu langer Zeit ein komplizierter Sanierungsfall war.


„Wir haben ein Faible für das Alte“
Bettina Freydank, Bauherrin

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung