FAZ plus ArtikelWohnen im Smart Home

Spektakulär simpel

Von Anna-Lena Niemann
28.11.2020
, 09:18
Wohnen im Smart Home muss nicht kompliziert sein. Dass es auch ohne viele Schalter und Knöpfe geht, zeigt ein automatisiertes Haus in Österreich.

„Das Haus weiß sich zu wehren,“ sagt Johannes Bartnitzke, als die Lautsprecher in der Wohnzimmerdecke wieder Ruhe geben. Bartnitzke ist gerade an einem unauffälligen Einbruchsversuch gescheitert. Kaum hat er die Terrassentür aufgeschoben, leuchtet die Push-Mitteilung auf dem Handy: stiller Alarm. Keine 30 Sekunden später geht das Haus richtig in die Vollen. Die Lautsprecher, aus denen zuvor das Programm von Hitradio Ö3 dudelte, feuern jetzt schrille Töne ab. Die Sonnenschutzrollos hören aufs gleiche Signal und fahren nach oben. Das Licht im Wohnzimmer – an, aus, an, aus – trägt zum Spektakel bei.

Wäre Johannes Bartnitzke ein echter Einbrecher, stünde er jetzt ziemlich ungeschützt in diesem Wohnzimmer, das alles dafür gibt, auf seinen unerwünschten Besucher aufmerksam zu machen. Aber weil er kein echter Einbrecher ist, sondern Marketingmitarbeiter für den Smart-Home-Anbieter Loxone, läuft für ihn alles nach Plan. „Wenn ich das Haus verlasse, tippe ich dreimal in die Mitte dieses Tasters.“ Er zeigt auf das mattschwarze Quadrat an der Wohnzimmerwand. „Das Haus weiß, dass dann niemand mehr zu Hause ist, und stellt die Alarmanlage scharf.“

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Niemann, Anna-Lena
Anna-Lena Niemann
Redakteurin in der Wirtschaft.
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