FAZ plus ArtikelHohe Mieten in der Hauptstadt

Macht Berlin jetzt dicht?

Von Julia Löhr, Birgit Ochs
05.09.2018
, 11:17
Hilferuf: Das Thema Wohnen wird zur nationalen Angelegenheit.
Steigende Mieten, kletternde Preise: Die Furcht vor Londoner Verhältnissen geht um. Andere Länder versuchen ihre Wohnungsmärkte zu schützen, indem sie Ausländern den Kauf verbieten. Hierzulande sympathisieren manche mit der Idee.

Fünf Geschosse, eine beige Fassade, die im Lauf der Jahre grau geworden ist, die Rollläden im Erdgeschoss mit Graffiti verschmiert: So sieht er aus, einer der derzeit am härtesten umkämpften Altbauten in Berlin. An den Balkonen hängen Bettlaken des Protests, „Milieuschutz geht alle an“ steht auf einem, „Kann denn Mieten Sünde sein?“ auf einem anderen. Das Haus in der Gleimstraße 56 hat, wie so viele in der Hauptstadt, vor kurzem den Besitzer gewechselt.

Der neue Eigentümer ist eine Anlagegesellschaft aus Luxemburg, die schon mehr als ein Dutzend solcher Gebäude in Berlin gekauft hat. Den Mietern schwant nichts Gutes. Das Haus ist eines der wenigen noch unsanierten im beliebten Stadtteil Prenzlauer Berg. Noch liegt die Durchschnittsmiete je Quadratmeter bei rund sieben Euro kalt. Nach einer Sanierung könnte der Eigentümer mindestens das Doppelte verlangen. Genau mit diesem Geschäftsmodell wirbt die Fondsgesellschaft bei Anlegern.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

: Aktion

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Löhr, Julia
Julia Löhr
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
Autorenporträt / Ochs-Koffka, Birgit
Birgit Ochs
Verantwortliche Redakteurin für „Wohnen“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot