FAZ plus ArtikelWohnen mit Kunst

Zuhause bei der Sotheby’s-Direktorin

Von Quynh Tran
27.07.2020
, 10:09
Mut zu ungewöhnlichen Kompositionen und Farben: Sotheby’s Direktorin Joëlle Romba und ihre Familie zeigen, wie man zuhause Kunst vom Sockel holt.

Das alte Holz-Skateboard im Kaminzimmer könnte jeden Moment neben den Sporttaschen hervorrollen und gegen die Vitrine mit den Arbeiten des Künstlers Leigh Ledare oder in die Videoinstallation von Noa Gur, die an der Wand lehnt, krachen. Anderswo wären diese Arbeiten wohl isoliert, würden auf einem Podest stehen oder in einen White Cube, einem weißen Ausstellungsraum. Ins Zuhause der Sammler Joëlle und Eric Romba aber fügen sie sich nahtlos ein. Auf 280 Quadratmetern in einem Gründerzeit-Bau, der 1907 als Familienanwesen für einen Anwalt namens Eugen Heudtlaß errichtet wurde, haben die Rombas eine Villa bunter Kunst eingerichtet.

Dass man in Berlin ist, merkt man in der verschlafenen Villenkolonie am Schlachtensee kaum. An den gepflasterten, begrünten Wegen, die zu pittoresken Schmuckplätzen führen, reihen sich herrschaftliche Villen aneinander. Hier ließ sich das betuchte preußische Bürgertum der Jahrhundertwende nieder und errichtete repräsentative Bauten im Stile des Historismus, die weitgehend vom Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs verschont geblieben sind. Noch heute wirkt das Viertel wie aus der Zeit gefallen. Die historistische Architektur der Umgebung trifft bei Familie Romba auf zeitgenössische Kunst und die Spuren echten Lebens mit zwei Kindern und Hund.

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Quelle: F.A.S.
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