FAZ plus ArtikelFerienimmobilien in Italien

Sonne, Strand und Schnäppchen

Von Sabine Hildebrandt-Wöckel
29.09.2021
, 10:15
In Apulien locken italienische Lebensart und bezahlbare Immobilien.
Abseits der Touristenpfade gibt es in Italien noch günstige Ferienhäuser. Vor allem zwei Regionen punkten. Aber der Markt hat seine Tücken.

Welche Städte und Regionen fallen Ihnen zuerst ein, wenn Sie an Italien denken? Rom, Venedig, Florenz? Träumen Sie von den kleinen Ortschaften rund um den Gardasee, den Stränden der Adria oder den Weinbergen der Toskana? Dann geht es Ihnen wohl so wie den meisten Deutschen.

Die Gedanken von Thomas Wilken dagegen schweifen viel weiter – bis hinunter zum Absatz des sogenannten Stiefels, der Italien formt. Schon seit zwanzig Jahren besitzt der Journalist ein Ferienhaus in San Pietro in Bevagna am Ionischen Meer – und fast genauso lange hat er es sich zur Aufgabe gemacht, auch andere von den Vorteilen Apuliens zu überzeugen.

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Italienische Besonderheiten beim Immobilienkauf

Sowohl bau- als auch eigentumsrechtlich läuft in Italien einiges anders als in Deutschland:

-Der Kauf erfolgt meistens in zwei Schritten durch einen Vorvertrag und einen Hauptvertrag beim Notar. Schon der Vorvertrag ist bindend. Kommt danach durch Verschulden einer Partei kein Kauf zustande, können Verkäufer wie Käufer Schadensersatz geltend machen.

-Der Übertrag des Eigentums erfolgt nicht durch Eintrag ins Grundbuch, sondern mit Unterschrift des Hauptvertrages. Zu diesem Zeitpunkt muss der Kaufpreis bereits gezahlt sein. Dies wird neuerdings zumeist über ein Treuhandkonto des Notars (conto dedicato) abgewickelt.

-Der Eigentumsübertrag wird ins Immobilienregister eingetragen. Dies geschieht aber nur deklaratorisch, sprich: bestätigend. Trotzdem ist es sinnvoll, vor einem Kauf einen aktuellen Katasterauszug und die Katasterpläne anzufordern. Diese Unterlagen enthalten sowohl Angaben zu Grundstücksgrenzen und baulichen Beschaffenheiten als auch zu möglichen Belastungen. Dabei wichtig zu wissen: Quadratmeterangaben bei Gebäuden betreffen stets das Außenmaß und überdachte Terrassen werden voll mit eingerechnet.

-Käufer und Verkäufer benötigen zwingend eine Steuernummer (codice fiscale) in Italien.

-Käufer zahlen normalerweise rund 10 Prozent Erwerbssteuern auf den sogenannten valore catastale, der deutlich unter dem Verkehrswert liegt und circa 2 Prozent Notargebühren. Landwirtschaftliche Flächen werden für Zweitwohnsitz-Käufer mit etwa 16 Prozent versteuert.

-Auch die laufenden Kosten sind in Italien nicht ohne. Für einen Zweitwohnsitz fällt eine kommunale Grundsteuer auf Immobilien mit einem Hebesatz von 8,6 Promille an, wobei die Gemeinden diesen um bis zu 2,8 Promille erhöhen können.

Quelle: F.A.S.
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