FAZ plus ArtikelNach der Krise

Was aus Kaufhäusern werden kann

Von Christian Hunziker, Berlin
01.05.2021
, 16:18
Die Zukunft vieler Warenhäuser steht auf der Kippe. Und es gibt schon Ideen, wie die Einzelhandelsflächen nach der Pandemie belebt werden könnten.

Jahrelang war das ehemalige Kaufhaus am Robert-Brauner-Platz in Herne ein Sorgenkind für die Verantwortlichen in der 160.000 Einwohner zählenden Stadt in Nordrhein-Westfalen. 2009 hatte die Kaufhauskette Hertie ihre Filiale geschlossen, ohne dass eine Nachnutzung gefunden wurde. Jetzt aber, zwölf Jahre später, hat sich das vom bedeutenden Architekten Emil Fahrenkamp gestaltete Warenhaus in die Neuen Höfe Herne verwandelt: ein gemischt genutztes Gebäude, in dem neben Einzelhandels- und Gastronomieflächen Büros sowie ein Fitnessstudio untergebracht sind.

Vor ähnlichen Herausforderungen wie Herne stehen viele andere deutsche Städte. Seit Galeria Karstadt Kaufhof 2020 die Schließung zahlreicher Filialen angekündigt hat, steht verstärkt die Frage auf der Agenda, wie mit verwaisten und in die Jahre gekommenen Kaufhausimmobilien umzugehen ist. Eine rein einzelhandelsorientierte Nachnutzung verspricht vor dem Hintergrund der durch die Corona-Krise verschärften Probleme des stationären Einzelhandels nur in seltenen Fällen Erfolg. Viele Kommunen befürchten deshalb, dass jahrelanger Leerstand einen sogenannten Trading-Down-Effekt auslösen und die betroffenen Innenstädte insgesamt negativ verändern wird.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot