FAZ plus ArtikelKlimaschutz und Immobilien

Neue Fenster dem Klima zuliebe

Von Oliver Schmale
14.01.2022
, 12:00
Renovieren kann sich lohnen.
Für den Klimaschutz ist der Gebäudesektor besonders wichtig. Offenbar sind die Eigentümer auch bereit für mehr energetische Sanierung. Doch die klimafreundlichen Veränderungen müssen jetzt stattfinden, nicht erst 2025.
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Egal, ob privater Eigentümer, Immobilienkonzern oder der Staat: Auf die Eigentümer von Immobilien kommen in den nächsten Jahren steigende Anforderungen in Sachen Klimaschutz zu. Der Gebäudesektor ist eine Klima-Dauerbaustelle, die laut Umweltbundesamt für etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich ist. Das Thema energetische Sanierung ist bei den privaten Hauseigentümern laut einer repräsentativen Studie der Bausparkasse Wüstenrot sehr präsent. Gut 70 Prozent der Befragten planen der Erhebung zufolge „auf jeden Fall“ oder „wahrscheinlich/vielleicht“ für die nächsten zwei bis drei Jahre entsprechende Arbeiten wie den Austausch von Fenstern, eine neue Heizung, die Dämmung des Dachs oder der Fassade. Dies sei eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr.

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Im vergangenen Jahr waren im Vergleich zu 2019 die Treibhausgase um rund 70 Millionen Tonnen zurückgegangen. Auch im Gebäudesektor nahmen sie ab – aber nicht genug. Als einziger Sektor verpasste er sein jährliches Ziel um zwei Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – so viel ungefähr, wie ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen jährlich gebracht hätte, wenn es die Ampelparteien gewollt hätten. Einvernehmen gibt es aber immerhin beim Ziel, die schädlichen Treibhausgase, die von Gebäuden ausgehen, in den kommenden Jahren deutlich zu senken: über mehr finanzielle Förderung und höhere Effizienzstandards.

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