FAZ plus ArtikelBauvorschriften

Wie die Bürokratie den Neubau von Wohnungen erschwert

Von Oliver Schmale
10.09.2021
, 06:08
20 000 Bauvorschriften: Zu wenig Digitalisierung und zu wenig Personal machen das Bauen kompliziert und teuer.
Eine Vielzahl von Vorgaben muss beim Bauen beachtet werden. Und diese sind zusätzlich von Land zu Land verschieden. Personalmangel und rückständige Digitalisierung machen das Bauen kompliziert und teuer.

Anfang Mai hat das baden-württembergische Innenministerium mit Stolz verkündet, dass von sofort an in dem Bundesland auch Bauanträge vollständig digital eingereicht werden können. Sicherlich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, um zu einer schnelleren Bearbeitung zu kommen. Doch die Digitalisierung steht in diesem Bereich erst am Anfang. Denn nach dem Deutschland-Index der Digitalisierung 2021 bieten derzeit nur 4 Prozent der Kommunen Online-Bauanträge an. Kein Wunder, dass Bau- und Wohnungswirtschaft schon seit Jahren klagen, dass es in Deutschland sehr lange dauert, bis ein entsprechender Bauantrag genehmigt wird.

Der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko, kritisiert, Planungs- und Genehmigungsverfahren verharrten analog im letzten Jahrtausend. „Ein weiteres Problem ist die mangelnde Personaldecke, die Genehmigungskapazitäten in den Ämtern müssen dringend erhöht werden.“ Um die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsentscheidungen schneller umsetzen zu können, bräuchte es einerseits mehr Spezialisten bei den Kommunen.

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