FAZ plus ArtikelBaujahr 1530

Uralter Anrainer braucht behutsames Facelifting

Von Henrik Rampe
10.10.2021
, 13:08
Nur 92 Schritte bis zum See: Die Nähe zum Wasser hat ihren Reiz, sie hat dem Haus aber auch schon häufig zugesetzt.
Der Efeu wächst ins Schlafzimmer, viele Holzbalken sind morsch. Eines der ältesten Häuser am Bodensee wird umgebaut. Kann es seinen Charakter bewahren?
ANZEIGE

Fünfzig Zentimeter weiter nach rechts. Besser noch sechzig. Corinne Lasmezas steht im Dachgeschoss des Hauses und deutet mit ausgebreiteten Armen an, wo sie später einmal ein Fenster wünscht. Dann die Rückfrage: „Geht das überhaupt?“ Die Bauherrin blickt reihum Statiker, Zimmermeister und Architektin an, die zur Besichtigung gekommen sind. Um zu verstehen, warum ein Dachfenster einen solchen Stellenwert genießt, lohnt es sich, vom Haus aus 92 Schritte zurückzutreten. Dann nämlich steht man mit einem Bein im Bodensee. An sonnigen Tagen reicht der Blick von hier, in Langenargen am Nordufer, bis nach Romanshorn in die Schweiz.

ANZEIGE

Obwohl das mit dem Seeblick so eine Sache ist. Seit zwei Jahren versperrt ein klobiger Neubau Lasmezas die Aussicht. Das Dachfenster zu vergrößern und nach rechts zu verschieben ist eine Idee, die auf Wohlwollen bei den versammelten Bauexperten stößt. Alle nicken. Das Fenster wird eines der letzten Details nach einer rund dreijährigen Umbauphase sein.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.S.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE