FAZ plus ArtikelImmobilienmarkt

Unbezahlbares Wohnen in Holland

Von Klaus Max Smolka
26.09.2021
, 08:10
Nichts für Kleinverdiener: Immobilie bei Den Haag.
In den Niederlanden wächst der Unmut über explodierende Immobilienpreise. Jüngere Menschen gründen deswegen sogar erst später eine Familie.

Der acht Stockwerke hohe Backsteinbau ist mit Bauzäunen abgesperrt, ein Bagger greift in einen Sandhaufen. Aber durch die Fenster im Erdgeschoss sind schon Fahrradständer im Doppelstockformat zu sehen. Daneben erheben sich über einer Parkhauseinfahrt neun Wohnetagen eines zweiten Turms. Noch in diesem Jahr soll das Projekt „Vijverhof“ in Den Haag abgeschlossen sein. 155 Apartments mit je zwei bis drei Zimmern und 48 bis 82 Quadratmetern bieten dann Unterkunft für Neulinge auf dem Wohnungsmarkt: „Starterswoningen in Den Haag“ kündigt das Bauplakat an. Miete: von 790 Euro aufwärts. Der Vergabeprozess hat schon begonnen.

Ruhig und beschaulich ist es hier nicht, am Leeghwaterplein, einem verkehrsreichen Platz hinter dem Bahnhof Hollands Spoor. Dafür sind die künftigen Bewohner gut angebunden: Fünf bis zehn Fußminuten zum zweiten großen Bahnhof Den Haags, eine Viertelstunde mit dem Rad zum Hauptbahnhof und in die Innenstadt mit dem Parlamentsviertel. Vor der Tür rollen die Straßenbahnen nach Delft und Scheveningen, die Autobahn A 12 ist auch schnell erreicht. Wer an der Fachhochschule zu tun hat, braucht nur um die Ecke zu laufen. Schräg gegenüber prangt das Parteilogo PvdA über dem Bürogebäude der Sozialdemokratischen Partei.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Smolka, Klaus Max
Klaus Max Smolka
Redakteur in der Wirtschaft.
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