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FAZ plus ArtikelWohnungsenteignungen

„Wir wollen die Investoren verschrecken“

Von Ralph Bollmann
 - 08:51

Wenige Wochen haben gereicht, um ihn zu einer Berühmtheit zu machen. Rouzbeh Taheri war in der Tagesschau zu sehen, im Fernsehtalk bei Maybrit Illner, er stritt vor großem Publikum mit dem Chef eines Wohnungskonzerns. Der 45-Jährige zählt zu den Initiatoren des Volksbegehrens „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“, das seit zwei Wochen in Berlin Unterschriften für die Verstaatlichung der großen privaten Wohnungsgesellschaften sammelt. Es beruft sich auf den bislang nie angewandten Grundgesetz-Artikel 15, der eine Vergesellschaftung von Grund und Boden gegen Entschädigung erlaubt. Seine Fernsehprominenz, sagt Taheri, sei eigentlich eher Zufall: Die Aktivisten hatten mit dem Ansturm nicht gerechnet, eine Pressegruppe gab es noch nicht, deshalb übernahm er erst mal die Medienarbeit. Dabei gilt er in der Initiative gar nicht als der Mann der starken Sprüche, sondern eher als derjenige, der aufgrund seines Volkswirtschaftsstudiums die Zahlen kennt und Bilanzen lesen kann. Gerade damit machte er es in den Diskussionen seinen Kontrahenten schwer.

Hätten Sie gedacht, dass das Volksbegehren so viel Wirbel macht?

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Quelle: F.A.S.
Ralph Bollmann
Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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