FAZ plus ArtikelMegalithkultur

Sie bauten für die Ewigkeit

Von Diemut Klärner
03.07.2019
, 15:28
Der Steinkreis von Castlerigg ist eines der größten Megalith-Bauwerke in England. Die 38 Steine sind bis zu drei Meter hoch und einige Tonnen schwer.
Die Megalithkultur war in Europa weit verbreitet. Doch wer waren diese Steinzeitmenschen, und woher kamen sie? Eine genetische Spurensuche in Irland, Schottland und Schweden.
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Große Steinblöcke waren ihr Markenzeichen: Einzeln aufragend als Menhire, zu Kreisen arrangiert oder als Großsteingräber ursprünglich teils mit Erdreich bedeckt. Entstanden ist die sogenannte Megalithkultur allem Wissen nach vor rund 6500 Jahren im Westen von Frankreich. Von dort hat sie sich bis ans Mittelmeer und auf der Iberischen Halbinsel ausgebreitet. Zahlreiche Steinzeugen sind aber auch auf den Britischen Inseln und im südlichen Skandinavien zu finden. Über die Menschen, die diese einst so erfolgreiche Kultur hervorgebracht hatten, war indes bislang wenig bekannt.

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Um mehr über sie in Erfahrung zu bringen, haben Federico Sánchez-Quinto, Helena Malmström und Magdalena Fraser von der Universität Uppsala eine Reihe von Skeletten aus fünf verschiedenen Großsteingräbern molekulargenetisch unter die Lupe genommen. Allein der Knochenbau verriet bereits, dass es sich bei den Bestatteten mehrheitlich um Männer handelte. Genetische Details deuten nun darauf hin, dass der soziale Status hauptsächlich über die männliche Linie weitergegeben wurde.

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