FAZ plus ArtikelSpuren der Vorgeschichte

Wer wachte einst am Großen Mannstein?

Von Heike Lattka
29.11.2021
, 17:00
Blick vom Großen Mannstein auf Kelkheim.
Waren schon die Kelten oder die Römer auf dem einst waldlosen Plateau? Forscher suchen nach Hinweisen aus der Vor- und Frühgeschichte.
ANZEIGE

Er ist ein geschichtsträchtiger, romantischer Ort, der eine perfekte Vorlage für den Maler Caspar David Friedrich gegeben hätte. Wer den drei Kilometer langen Aufstieg zum Großen Mannstein vom Kelkheimer Bahnhof aus absolviert, am Fuß des Felsen den Blickkontakt zum Altkönig aufnimmt, erahnt, welche Bedeutung diese Aussicht über die gesamte Ebene bis zu den keltischen Ringwällen auf der gegenüberliegenden Anhöhe für die Menschen in Zeiten der Früh- und Vorgeschichte gehabt haben dürfte. Kleine, etwa 80 Zentimeter hohe Erdwälle nahe des Mannsteins sind noch immer sichtbar. Ob dort auch Wachtürme standen, ist noch unklar.

Die Forscher haben aber auf einem drei Quadratkilometer großen Areal rund um den Großen Mannstein etwa 100 Bodenanomalien ausgemacht. Seit einigen Tagen ist der Archäologe Jens Schneider mit seinen Kollegen der Spau GmbH aus Münzenberg mit GPS-Unterstützung auf dem Staufen unterwegs, um etwas Licht ins Dunkle zu bringen und um all jene Funde und Ausgrabungen zeitlich einzuordnen, die der Berg seit dem späten 18. Jahrhundert freigegeben hat.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Heike Lattka - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Heike Lattka
Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Zertifikate
Weiterbildung in der Organisationspsychologie
Sprachkurse
Lernen Sie Italienisch
Englisch
Verbessern Sie Ihr Englisch
Kapitalanlage
Pflegeimmobilien als Kapitalanlage der Zukunft
Tablet
Tablets im Test
ANZEIGE