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FAZ plus ArtikelBesuch eines Raketenstarts

Der Mensch und das Entfernte

Von Sibylle Anderl, Cape Canaveral
Aktualisiert am 15.02.2020
 - 10:38
Gigantische Energien zur Überwindung der Erdanziehung: Der Start der Atlas V Rakete mit dem Solar Orbiter der Esazur Bildergalerie
Das All entzieht sich unserem menschlichen Geist so, wie es ihn fasziniert. Wie ein Raketenstart die Kluft zwischen Himmel, Erde und Nationen überbrückt.

Es ist ein uraltes Streben des Menschen, seinen Platz im Kosmos zu verorten, sich einzuordnen in den Verlauf des Weltganzen im schier unendlichen Raum. Wir wissen heute viel über all das Ferne, können das Universum seit seinem Ursprung beschreiben. Und doch haftet diesem Wissen stets eine enorme Abstraktion an. Die Dimensionen in Raum und Zeit, die extreme Natur der Bedingungen im fernen Raum, das lässt sich schwer mit unserer Erfahrungswelt zusammenbringen, die so viel moderater, winziger und kurzlebiger ist. Genau dies scheint es aber zu sein, was unserem Nachdenken darüber solch paradoxes Vergnügen bereitet: das ständige Zurückgestoßenwerden vom eigentlich Unvorstellbaren, das heute in Bildern und Texten so farbenfroh und gut erklärt daherkommt und sich uns doch immer wieder entzieht.

„Keine Optik kann näher bringen, was die Bestimmung einer Sache im Raum sein mag. Im Gegenteil, jede Optik verleitet dazu, vor dieser Frage zu resignieren.“ Die weit ins All hinausreichenden Gedanken, die sich uns beim Blick in den Nachthimmel eröffnen, sind das, was uns Menschen erhebt, und bedürfen nach Hans Blumenberg keiner „optischen“, also technischen Unterstützung. Das kann man als Astronom zwar mit guten Gründen bestreiten, doch es stimmt: Der Anfangspunkt unserer menschlichen Betroffenheit vom Kosmos wird immer der direkte Blick auf das Firmament sein, das das All mit unserer Lebenswelt verbindet. Nun gibt es heute neben der irdischen Erfahrungswelt und der technisch vermittelten, beobachtenden Fernerschließung des Alls noch ein Drittes: das menschliche Hinausreichen in unser Sonnensystem, die Raumfahrt. Wie ändert sich die eigene Beziehung zum Nachthimmel, wenn man den Start einer Rakete in die Tiefen des Sonnensystems mit eigenen Augen beobachten darf?

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Quelle: F.A.Z.
Autorenbild/ Sybille Anderl
Sibylle Anderl
Redakteurin im Feuilleton.
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