FAZ plus ArtikelKünstliche Intelligenz

Computer auf dem Weg zum Bewusstsein

Von Ulrike Barthelmeß und Ulrich Furbach
06.07.2021
, 10:26
Nähern sich KIs dem menschlichen Gehirn an oder eher nicht?
Was kann KI und wo sind ihre Grenzen? Eine Orientierung mit einem Begriff, den wir eigentlich anders kennen. Ein Gastbeitrag.
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What is it like to be a bat?“, fragt der Philosoph Thomas Nagel im Titel eines berühmt gewordenen Aufsatzes. Wir können das nicht wissen, weil wir in unserer Beobachtung auf eine Außenperspektive festgelegt sind. Wir mögen viel über die kognitiven Fähigkeiten einer Fledermaus wissen. Aber wie es sich anfühlt, mittels Echolotung zu navigieren, das ahnen wir nicht. Es geht hier um den Begriff der Qualia, den subjektiven Erlebnisgehalt eines mentalen Zustandes, das phänomenale Bewusstsein.

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Der Begriff Bewusstsein hat im Sprachgebrauch unterschiedliche Bedeutungen. Wir meinen damit manchmal erhöhte Aufmerksamkeit, kontrollierte Wahrnehmung im Gegensatz zur unkonzentrierten beziehungsweise unbewussten Wahrnehmung, manchmal den Zustand der Wachheit im Gegensatz zur geistigen Abwesenheit, zum Schlaf oder zur Bewusstlosigkeit. Eine wissenschaftlich strikte und einheitliche Definition des Begriffs existiert leider nicht, Philosophie, Psychologie oder Neurowissenschaften betonen jeweils andere Aspekte. Der Neurowissenschaftler António Damásio definiert Bewusstsein beispielsweise als einen Geisteszustand, in dem man Kenntnis von der eigenen Existenz und der Existenz einer Umgebung hat. Wir befassen uns mit Bewusstsein als Phänomen des Erlebens.

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