FAZ plus ArtikelZukunft der Informatik

Die dritte Welle der Künstlichen Intelligenz

Von Holger Hoos und Kristian Kersting
14.12.2020
, 11:47
Ähnlich wie Menschen denken: Wieso sich in dieser Schlüsseltechnologie gerade jetzt eine historische Chance für Deutschland und Europa bietet. Ein Gastbeitrag.

Einerseits steht die Menschheit außergewöhnlichen Herausforderungen gegenüber – durch den Klimawandel, die Pandemie, geopolitische Verschiebungen oder die Demographie. Andererseits sind die Fortschritte ebenfalls enorm: Die Genschere Crispr-Cas9 revolutioniert die Präzisionsmedizin, Gravitationswellen konnten nachgewiesen werden, kostengünstigere, wiederverwendbare Weltraumfahrzeuge ermöglichen zuvor kaum vorstellbaren Zugang zum All.

Das ist erfreulich wie notwendig, denn die großen Probleme dieser Zeit verlangen Lösungsansätze, die wissenschaftlich und technisch weit über das hinausgehen, was derzeit machbar ist. Der Künstlichen Intelligenz (KI) kommt dabei aus zwei Gründen eine besondere Rolle zu: Erstens sind die natürlichen Begrenzungen menschlicher Intelligenz an Entstehung und Eskalation der genannten Probleme beteiligt. Zweitens ist gerade die KI als nächste Stufe der digitalen Transformation eine breit einsetzbare Basistechnologie für verschiedenste Anwendungsbereiche.

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Die Autoren

Holger Hoos ist Professor für maschinelles Lernen an der Universität Leiden in den Niederlanden, Mitgründer der Claire-Initiative und Vizepräsident des europäischen KI-Forschungsverbands EurAI. Kristian Kersting ist Professor für KI und maschinelles Lernen an der TU Darmstadt, Kodirektor des hessischen Zentrums für KI (hessian.AI) und Mitglied von Claire und Ellis.

Quelle: F.A.Z.
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