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Was der Künstlichen Intelligenz zum menschlichen Gehirn fehlt

Von Peter Robin Hiesinger
23.06.2021
, 12:01
Wann wird die KI ein künstliches Gehirn?
Computer können schon sehr viel. Doch zwischen den künstlichen neuronalen Netzen und der Biologie gibt es entscheidende Unterschiede.
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Rückblende in das Jahr 1957: „Es ist nicht mein Ziel, zu überraschen oder zu schockieren, aber die einfachste Art, es zusammenzufassen, ist, dass es nun Maschinen in der Welt gibt, die denken, die lernen und die kreieren. Mehr noch, ihre Fähigkeit, diese Dinge zu tun, wird schnell mehr werden, bis in der überschaubaren Zukunft die Art der Probleme, die sie angehen können, denjenigen entsprechen wird, die der menschliche Geist angeht.“ Erst vor wenigen Monaten fand der wegweisende Workshop statt, der der Künstlichen Intelligenz (KI) den Weg in die Zukunft ebnen sollte – und der ihr überhaupt ihren offiziellen Namen gab: „Artificial intelligence“.

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Herbert Simon hatte sich bislang hauptsächlich mit Politikwissenschaft beschäftigt und kürzlich sein Buch „Administrative Behavior“ veröffentlicht. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen in bürokratischen Organisation überhaupt irgendetwas hinbekommen. Und da kommt plötzlich seine Proklamation der denkenden Maschinen. Herbert Simon war jemand, dem andere zuhörten. Zusammen mit seinem Kollegen Allen Newell hatte er schon 1956 ein Programm namens „Logic Theorist“ entwickelt. Hierzu meinte er: „Wir haben ein Programm entwickelt, das nicht-numerisch denken kann, und damit haben wir das altehrwürdige Körper-Geist Problem gelöst.“ Vor nunmehr 65 Jahren war das gewesen.

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