FAZ plus ArtikelKünstliche Intelligenz

Wie sich das Denken belauschen lässt

Von Stephan Finsterbusch
01.03.2019
, 10:43
Forscher haben ein technisches System entwickelt, das die Gedanken eines Menschen in hörbare und gut verständliche Sprache umwandeln kann.
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Der Popsänger Peter Gabriel hat Mitte der achtziger Jahre für seinen Hit „Sledgehammer“ einen Vocoder verwendet – jenes kleine elektronische Gerät, das amerikanische Militärs kurz vor dem Zweiten Weltkrieg für die Übertragung von Telefongesprächen entwickelt hatten. Fünfzig Jahre später sollte Gabriel damit seine Stimme aufnehmen und vervielfältigen. Jeder dieser Vervielfältigungen ordnete er eine eigene Tonhöhe zu. Schließlich führte er alles wieder zusammen. Damit erzielte er einen imposanten Effekt. Denn seine Stimme klang plötzlich wie die eines ganzen Chors von Robotern.

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Gepaart mit einer guten Portion an Filmkunst machte er daraus eines der großen Musikvideos seiner Zeit. Später wird es heißen, Gabriel habe die Doppeldeutigkeit von Sprache entschlüsseln und die Eindeutigkeit seiner Gedanken offenlegen wollen. Kein Wunder, denn es ging ihm vor allem um eins: Sex. Forscher um Hassan Akbari von der Columbia-Universität New York haben nun den umgekehrten Weg beschritten – mit ebenfalls recht erstaunlichen Resultaten.

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Stephan Finsterbusch  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Stephan Finsterbusch
Redakteur in der Wirtschaft.
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