FAZ plus ArtikelVulkanismus in Deutschland

Unter der Eifel scheint Magma aufzusteigen

Von Tamara Worzewski
10.01.2019
, 14:55
Unter dem Laacher See, der aus dem Einbruchskessel eines Vulkans entstand, scheint es noch heute sich füllende Magmenkammern zu geben.
Idyllische Landschaft auf unruhigem Untergrund: Unter der Osteifel scheint es sich füllende Magmakammern zu geben. Forscher raten nun zu einer besseren Überwachung der Region.
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Unter dem Laacher-See-Vulkan in der Osteifel haben Forscher erstmalig niederfrequente tiefe Erdbeben registriert, die auf Magmabewegungen in der Erdkruste und im oberen Erdmantel hindeuten. Eine aktuelle Studie im „Geophysical Journal International“ liefert Hinweise auf Magmakammern in der Tiefe, die sich langsam füllen könnten.

Allerdings gibt es keine Warnzeichen für bevorstehende vulkanische Aktivität: In der Eifel sind weder etwaige Erhebungen der Erdoberfläche, noch hochfrequente Erdbebenschwärme zu verzeichnen. Magmatische Prozesse laufen dort in sehr langen Zeiträumen ab. Datierungen der beim bislang letzten Ausbruch vor 12.900 Jahren geförderten Magmen weisen darauf hin, dass sich die Magmenkammer unter dem Laacher See etwa 30.000 Jahre lang füllte. Danach kam es zum eigentlichen pyroklastischen Ausbruch, dessen Ascheablagerungen sich bis Südschweden erstreckten – von der Heftigkeit war diese Eruption vergleichbar mit dem verheerenden Pinatubo-Ausbruch 1991. So bestätigt die aktuelle Studie die bestehende wissenschaftliche Meinung, dass der Vulkanismus in der Eifel nicht erloschen ist, sondern „langzeit-schläft“.

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