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Trägerrakete

Erster Ariane-5-Start seit Kursabweichung erfolgreich

 - 08:19

Mehr als zwei Monate nach der Kursabweichung bei einem Ariane-5-Start hat die europäische Trägerrakete erfolgreich zwei Satelliten ins All gebracht. Die Rakete hob am späten Donnerstagabend deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab, wie der Betreiber Arianespace mitteilte. An Bord hatte sie die Telekommunikationssatelliten DSN-1/Superbird-8 und HYLAS 4 für Unternehmen aus Japan und Großbritannien. Beide wurden in ihren geplanten Umlaufbahnen ausgesetzt.

Es war der erste Start einer Ariane 5 seit dem Fehler am 25. Januar. Damals war eine Trägerrakete unmittelbar nach dem Start von ihrer vorgesehenen Flugbahn abgewichen. Die zwei transportierten Satelliten wurden dadurch am falschen Ort ausgesetzt. Eine Untersuchung ergab, dass ein falscher Horizontalwinkel verwendet worden war. Der europäische Raketenbetreiber Arianespace und sein Mutterkonzern ArianeGroup hatten daraufhin zugesagt, die Kontrollen vor dem Start zu verbessern.

Die beiden Satelliten gingen durch den Zwischenfall nicht verloren, der Kontakt zu ihnen konnte später hergestellt werden. Sie sollten mit ihren eigenen Antrieben an die richtige Position gebracht werden. Die Ariane 5 gilt als sehr zuverlässig, sie hatte zuvor 82 erfolgreiche Missionen in Serie absolviert.

Bei der neuen Mission transportierte die Rakete nun 10,26 Tonnen Fracht. Für dieses Jahr sind bis zu fünf weitere Ariane-5-Flüge geplant. Sie ist die größte Trägerrakete im Arsenal von Arianespace. Das Unternehmen transportiert Satelliten außerdem mit der kleinen europäischen Vega-Rakete und Sojus-Raketen aus russischer Fertigung ins All.

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Durch neue Anbieter wie das amerikanische Unternehmen SpaceX hat sich der Wettbewerb im Trägerraketen-Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Europa arbeitet deshalb am Nachfolge-Modell Ariane 6, das Fracht deutlich günstiger ins All bringen soll als die Ariane 5. Der erste Start ist für 2020 geplant. Die ArianeGroup, ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und dem französischen Triebwerkshersteller Safran, entwickelt die neue Rakete im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation Esa.

Quelle: dpa
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