FAZ plus ArtikelPsychologie des Aufbruchs

Die Kunst vom Neuanfang

Von Andreas Frey
27.12.2020
, 10:50
Im Lockdown ist viel Zeit zum Grübeln, und das neue Jahr bietet die Chance, sich zu ändern. Aber warum fällt das so schwer?

Eines Tages, vielleicht schon in ein paar Monaten, wird es ein Leben nach der Pandemie geben. Man wird Menschen unbeschwert in die Arme schließen, auf Abstände pfeifen, Masken verbrennen, tanzen, wo und wann immer man möchte. Das Jahr 2021 könnte uns zurückgeben, was 2020 uns genommen hat: Zuversicht, Freude und Lebenslust. Die Frage ist nur, ob das eigene Leben noch dasselbe sein wird. Und ob wir dieses alte Leben mit seinen Gewohnheiten und Sorgen überhaupt zurückhaben wollen?

Der Jahreswechsel könnte jetzt einen veritablen Neuanfang einleiten, einen Aufbruch in ein neues Leben. Und damit sind nicht die halbherzigen Vorsätze gemeint, die man gewöhnlich wenige Tage nach Silvester aufgibt, sondern womöglich eine neue Liebe, einen neuen Job, neue Freunde. Zeit zum Nachdenken über den Status quo gab es 2020 reichlich, die Krise konfrontierte uns mit einer Person, die wir lange mieden, weil sie manchmal stur, miesepetrig, phlegmatisch oder verschlossen ist: uns selbst. Das sei, sagen Psychologen, schon einmal der erste Schritt, das Selbstbild zu korrigieren und Gewohnheiten oder eingefahrene Lebensweisen zu hinterfragen.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Frey, Andreas
Andreas Frey
Freier Autor in der Wissenschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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