FAZ plus ArtikelCorona-Varianten

So versucht unser Immunsystem, die Mutationen abzuwehren

Von Joachim Müller-Jung
10.03.2021
, 06:08
Leitwährung der Immunologie: Wie viele Antikörper hat der Patient?
Antikörper sind kein Garant dafür, vollständig resistent gegenüber den Corona-Mutanten zu sein. Doch wie viel Immunität braucht es und wie lange hält sie an? Ein Lehrstück über die herausragende Rolle der T-Zellen.

Immun werden, möglichst schnell, und es am besten auch lange bleiben. Darum geht es jetzt in der Pandemie. Das Impfen hat alles verändert. Es ist die Lösung, keine Frage. Aber wie sicher können wir sein, dass die Lösung hält, was sich so viele von ihr versprechen: zertifizierte Immunität? Lange sah es so aus, als sei das Bollwerk gewaltig. Alle frühen Impfstoffe, obwohl schwindelerregend schnell entwickelt und auf den Markt gebracht, haben in den Wirksamkeits- und Sicherheitsstudien bravourös abgeschnitten – weit über dem von der Weltgesundheitsorganisation und den Zulassungsbehörden geforderten Minimalschutz von 50 Prozent.

Dann allerdings, spätestens Ende vergangenen Jahres, traten neben vielen harmlosen plötzlich verdächtige Virus-Varianten auf die Bühne. Immer öfter und inzwischen auf fast allen Kontinenten sind bei Genanalysen bestimmte Kombinationen von Mutationen im Erbgut von Sars-CoV-2 aufgetaucht. Die eine evolutionäre Kombination macht die Erreger offensichtlich ansteckender. Sie verbreiten sich schneller, wie die „britische“ Linie B.1.1.7. Die andere enthält Immun-Fluchtmutationen.

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Quelle: F.A.Z.
Joachim Müller-Jung- Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Joachim Müller-Jung
Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.
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