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FAZ plus ArtikelKrise im Nahen Osten

Gerüstet, auch für den Kampf im Cyberspace

Von Piotr Heller
Aktualisiert am 12.01.2020
 - 16:37
In Militärparaden stellen die iranischen Revolutionsgarden ihre Stärke zur Schau. Im Internet liefern sich Hacker einen virtuellen Stellvertreterkrieg.
Noch ist die Lage nicht eskaliert. Die Vereinigten Staaten und Iran bekriegen sich aber schon längst – und zwar im Internet.

Am vergangenen Montag meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg einen interessanten Kurssprung an der Börse. Drei Tage zuvor hatten die Vereinigten Staaten den iranischen General Qassem Soleimani getötet. Die Welt rätselte, wie die Antwort Irans ausfallen würde. In den Märkten schien man überzeugt, das Land werde sich digital zur Wehr setzen. Die Aktien zweier großer Unternehmen, deren Spezialgebiet die Erkennung von Cyberangriffen ist, schossen in die Höhe. Sicherheitskreise waren alarmiert. Der Chef der amerikanischen Behörde für Cybersicherheit warnte auf Twitter vor Angriffen aus Iran. Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sich das Land im Nahen Osten zu einer ernstzunehmenden Macht in der digitalen Kriegsführung gemausert.

Vor einem Jahr ging der damalige Direktor der amerikanischen Nachrichtendienste, Dan Coats, in einem Bericht explizit auf die Cyber-Fähigkeiten der Islamischen Republik ein. Digitale Spionage und Angriffe zählte Coats klar dazu. Zuvor hatte Iran diese Fähigkeiten immer wieder gegen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten eingesetzt. Den entscheidenden – und ersten – Schuss in diesem virtuellen Scharmützel gaben aber wahrscheinlich die Amerikaner ab. Im Jahr 2010 wurde bekannt, dass die Schadsoftware Stuxnet 900 iranische Zentrifugen zur Anreicherung von Uran zerstört hatte. Das war eine der ersten Cyberattacken, die physischen Schaden verursachte. Offiziell hat sich nie jemand zu dem Angriff bekannt. Aber Ziel und Komplexität lassen auf die Vereinigten Staaten und Israel als Urheber schließen.

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Quelle: F.A.S.
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