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FAZ plus ArtikelGespräch mit Biochemikerin

„Das beste Alter, um Kinder zu zeugen? Anfang zwanzig bis Anfang dreißig“

Von Nicola von Lutterotti
 - 11:14
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Was läuft in der weiblichen Eizelle häufig schief?

Eizellen haben oft zu viele oder zu wenige Chromosomen, da diese während der Reifeteilung, der Meiose, häufig nicht korrekt getrennt werden. Wenn solche Eizellen befruchtet werden, entsteht meist kein lebensfähiger Embryo, und es kommt zu einer Fehlgeburt. Nur sehr wenige Chromosomen-Anomalien sind mit dem Leben vereinbar. Das gilt etwa für das Down-Syndrom, bei dem Chromosom 21 in dreifacher Ausführung vorliegt. Weshalb die unbefruchtete menschliche Eizelle so häufig Fehler aufweist, ist noch weitgehend unbekannt. Denn die Meiose wurde bislang nur in chemisch fixierten Eizellen untersucht. In Kooperation mit der Bourn Hall Clinic, der ersten In-vitro-Fertilisations-Klinik der Welt, haben wir nun eine Mikroskopietechnik etabliert, mit der sich die Reifeteilung in lebenden Eizellen verfolgen lässt.

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Ursachen für Unfruchtbarkeit

In Deutschland sind rund 15 Prozent aller Paare ungewollt kinderlos, was freilich längst nicht immer an einer falschen Chromosomenzahl der Eizelle liegt. Unfruchtbarkeit kann viele Ursachen haben. Anders als gemeinhin vermutet, geht sie zudem nicht mehrheitlich von der Frau aus, sondern ebenso häufig vom Mann. Bei beiden Geschlechtern spielt ein fortgeschrittenes Alter oft eine wesentliche Rolle. Denn auch die Qualität der Spermien nimmt mit den Jahren immer mehr ab. Weitere Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch sind infektionsbedingte Verklebungen der Eileiter und Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (häufig: Endometriose) bei der Frau und eine Mumps-Infektion in der Jugend und Entwicklungsstörungen der Hoden beim Mann. Ob und wie leicht ein Paar Kinder zu zeugen vermag, hängt darüber hinaus aber auch vom Lebensstil und damit veränderbaren Faktoren ab. Eine Fertilität mindernde Wirkungen besitzen beispielsweise übermäßiger Stress, zu viel Alkohol, Tabakkonsum und starkes Übergewicht.

Quelle: F.A.Z.
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